« Gegen die Vereinzelung – „Kollektiv ist besser!“ | Hauptseite | Jambo Hakuna Matata »

"Der schmale Grat zwischen Israelkritik und Antisemitismus"

Jakob Augstein auf der Top Ten 2012 weltweiten Antisemitismus' des Simon Wiesenthal Center

Zum Thema gab es ja schon einige Zeitungsartikel, hier nun zwei aktuelle und interessante Interviews von jeweils ca. 5 min. Länge.

1. Interview mit Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland,
auf Deutschlandradio Kultur Fr. 04.01.2012 um 09:09 Uhr
Korn ist in seiner Kritik an Broder sehr zurückhaltend, denn Broder ist unserer Meinung weder Florett- noch Säbelfechter, er hat in den letzten Jahren überwiegend einfach nur eine Keule in der Hand. Broders Provokationen und die vermeintlich sprachliche Finesse dienen häufig eher einer zusätzlichen Diffamierung.
Das Interview zum Nachlesen: hier.

2. Interview mit Klaus Holz, Antisemitismusforscher und Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland, zur berechtigten Kritik an Augstein und zu den unberechtigten Vorwürfen. Zusammengefaßt könnten wir sagen: Statt Keule besser Differenzierung.
Auf Deutschlandradio Kultur am Do. 03.01.2012 um 14:09 Uhr
Das Interview zum Nachlesen: hier.

Hier die Formulierung Broders zum Nachlesen:
Respected Die Welt columnist Henryk M. Broder, who has testified as an expert in the Bundestag about German anti-Semitism, labeled Augstein a “little Streicher” adding: “Jakob Augstein is not a salon anti-Semite, he’s a pure anti-Semite…an offender by conviction who only missed the opportunity to make his career with the Gestapo because he was born after the war. He certainly would have had what it takes.” (s. wiesenthal.com)
Das Original der Formulierung in Deutsch auf der www-"Dreckschleuder" „Die Achse des Guten“: „Ich habe an dieser Stelle vor einigen Tagen über den Herausgeber des “Freitag”, Jakob Augstein, geschrieben, er sei ein “Salon-Antisemit”. Nun muss ich mich korrigieren. Jakob Augstein ist kein Salon-Antisemit, er ist ein lupenreiner Antisemit, eine antisemitische Dreckschleuder, ein Überzeugungstäter, der nur Dank der Gnade der späten Geburt um die Gelegenheit gekommen ist, im Reichssicherheitshauptamt Karriere zu machen. Das Zeug dazu hätte er.“

david | 04.01.13 12:23 | Permalink