Jede und jeder erinnert sich gern an den tollen live-Mitschnitt vom 10. November 1989 vor dem Schöneberger Rathaus, wo das klägliche Absingen der deutschen Nationalhymne durch Kohl, Brandt, Genscher und den Inselbürgermeister Momper im Pfeifkonzert tausender Gegendemonstanten unterging.
„Unvergessen wohl deren schräger Chor beim Singen der Nationalhymne.“ Falsch, radio eins! Unvergessen nicht wegen des schrägen Singens, sondern weil für die deutsche Nationalhymne auf den Straßen von Berlin (noch) kein Durchkommen war!
Letzte Woche ging ja durch die Medien, es hätte da so einen chinesischen Hackerangriff auf Google gegeben.
Zu diesem Vorfall äußerte sich jetzt der bekannte Sicherheitsexperte Bruce Schneier auf CNN.com: Die chinesische Hacker hätten einfach nur eine, auf Wunsch der US-Regierung, eingebaute Hintertür in Googles E-Mail-Dienst Gmail ausnutzen müssen, um Regimegegner auszuspähen.
"Das Paradoxe im Prenzlauer Berg ist, dass eine Masse, die aus lauter Individualisten besteht, von weitem wie ein einheitlicher pastellfarbener Brei wirkt. Langweiliger in der Zusammensetzung ist wohl nur noch Zehlendorf."
[Pressemitteilung] Liebe Berliner Polizei, lasst doch die Jugendlichen, die sich gegen Neonazis engagieren, in Ruhe!
Die Neonazis in Dresden und anderswo sind das Problem - nicht die, die gegen sie protestieren!
Fast hätten wir's vergessen. (Danke reifenwechsler).
Vor zwanzig Jahren begann (offiziell) die Ostberliner Hausbesetzerbewegung.
"Es war eine klassische Ostbesetzung", erinnert sich Wolfram Kempe, damals Sprecher des Besetzerrats in Prenzlauer Berg. "Die Wessis zogen in den Friedrichshain, die Ostberliner konzentrierten sich auf den Prenzlauer Berg." Was am 24. Dezember 1989 begonnen hatte, war schnell zur Bewegung geworden. In den Monaten bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden in Ostberlin 120 Häuser besetzt.
Kafka, Kanzler und da knackt nichts
Aus dem Inneren eines Überwachungsstaates
Von Holger Siemann
Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung "Militante Gruppe" stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.
Zeitschrift telegraph bekommt neue Internetadresse
Nein, wir sind nicht auf die Cocos Islands gezogen. Wir wollen den telegraph voraussichtlich auf die Creative Commons-Lizenzen umstellen. Da macht sich das cc im Domainnamen ganz gut. Heute nun hat uns der freundliche Domain-Händler James Hu (www.namesengine.com, "a place to buy cheap and premium domain name") für ein paar US-Dollar die Domain telegraph.cc überlassen.
Damit steht jetzt einem relaunch von www.telegraph.ostbuero.de in diesem Jahr wohl nichts mehr im Wege. Nach 12 Jahren wird das auch langsam Zeit. Und das nun schon sieben Jahre alte Ostblog-Design nehmen wir uns dann gleich mit vor. Versprochen.