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02.02.16

Belfast: Der Agent AA

von Jürgen Schneider

Am 25. Januar 2016 berichtete die Irish News, der Commander der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), der den Bombenanschlag vom 23. Oktober 1993 auf Frizzel’s Fish Shop in der Belfaster Shankill Road geplant habe, sei ein Informant der nordirischen Polizei Royal Ulster Constabulary (RUC) gewesen, der seine dortigen Special Branch-Führungsoffiziere vorab von dem Anschlag unterrichtet habe. George Hamilton, der Chief Constable des Police Service of Northern Ireland (PSNI), wie die nordirische Polizei seit 2001 heißt, erklärte gegenüber der BBC, er sei »100% davon überzeugt, dass die Polizei damals keine Kenntnis von dem Bombenanschlag in der Shankill Road hatte, aufgrund derer sie diesen hätte verhindern können.«
Der Bericht derIrish News kam zu einer Zeit, da eine Untersuchung von einigen der kontroversesten Todesfälle während der sog. »Troubles« angekündigt wurde: 56 Fälle mit 97 Toten sollen unter die Lupe genommen werden, darunter Fälle der sog. »Shoot-to-kill«-Politik der RUC in den 1980er Jahren und der Zusammenarbeit der britischen Armee sowie der RUC mit loyalistischen Todesschwadronen. Aber auch die Hinrichtungen von IRA-Mitgliedern, die laut IRA der britischen Armee, den britischen Diensten oder der RUC Informationen geliefert haben, sollen untersucht werden.

[WEITER]

Bolk | 17:00


29.01.16

UMSONST IST NICHT MAL DER TOD - ABWÄRTS! braucht neue Abonnenten!

Abwärts!

Von der Zeitschrift Abwärts! erreicht uns untenstehender Aufruf. Der telegraph zählte zu den Mitbegründern des Projektes und wirkte von 2014 bis 2015 in der Redaktion des kultur-politischen Magazins mit. Wir finden, dass die deutschsprachige, unabhängige Presselandschaft um eine explizite Stimme ärmer wäre, sollte das weitere Erscheinen von Abwärts! nicht gesichert sein.

Bolk | 10:59


25.01.16

NPD plant Kundgebung in Berlin Weißensee - Antifa ruft zu Gegenaktionen auf.

Die neofaschistische Partei NPD hat für den 1. Februar 2016 eine Kundgebung auf dem Antonplatz (Berlin-Weißensee) angemeldet. Darauf reagieren jetzt Berliner AntifaschistInnen mit einer Gegenmobilisierung. Unter dem Motto: "Schluss mit der Hetze! Wir lassen uns nicht spalten! NPD-Kundgebung am Antonplatz stören und verhindern!" rufen diese dazu auf, die Kundgebung der NPD "zu stören, zu verhindern". Auf der Website der Berliner Antifa Nordost heißt es dazu:

"Für Montag den 01.02.2016, ruft die Pankower NPD zu einer Kundgebung auf dem Antonplatz in Weißensee auf. Dies reiht sich ein in eine rassistische Hetzkampagne, welche die NPD-Pankow seit Monaten im Bezirk fährt. Bisher waren sie vornehmlich in den äußeren Stadtteilen wie Blankenburg, Karow und Buch aktiv. Neben dem Aufspielen als „Bürger*innen-Wehr“ und dem Verteilen von Pfefferspray, um die Lage völlig eskalieren zu lassen, macht die NPD-Pankow regelmäßig mit Falschmeldungen auf sich aufmerksam. Nun wollen sie eine Kundgebung in Weißensee veranstalten, um auch dort ihre rassistische Hetze zu verbreiten. Die katastrophale Lage für die Geflüchteten in den völlig überfüllten und menschenunwürdigen Unterkünften muss hierbei als Aufhänger für eine überzogene Panikmache vor einer angeblichen Islamisierung herhalten. Die NPD ist somit geistige und reale Brandstifterin. Bereits im Sommer setzte sich die Hetze in die Tat um, als es in der Hansastraße zu mehreren rassistischen Übergriffen auf vermeintlich Geflüchtete kam. Nachdem sie schon 2014 in der Rennbahnstraße und am Hamburger Platz keinen Erfolg hatten, versuchen sie es nun am zentralen Antonplatz. Wir rufen dazu auf, die Kundgebung zu stören, zu verhindern. Beteiligt euch an den Protesten!"

Für alle, die sich an den Gegenaktionen beteiligen wollen:
Datum: 1. Februar 2016
Ort: Antonplatz, 13086 Berlin - Weißensee
Zeit: 19 Uhr
Quelle und weitere Infos: http://antifa-nordost.org

Bolk | 12:15


21.01.16

Berlin: Griechischen Filmfest vom 21.1.-24.1.16

Geschichten aus der Krise

Neues griechisches Kino auf dem Filmfest 21.1. – 24.1. 2016 im Babylon Berlin-Mitte

http://telegraph.cc/geschichten-aus-der-krise/

A.S.H. | 17:38


14.01.16

Zur Lage der Nation

Ich mag Mely Kiyak, die Mischung von Intelligenz und plötzlicher Eruption angestauter Wut in eine vulgäre Sprache, mit der sie den Rassisten in die Fresse haut. Das provoziert natürlich den Mob, auch den, der Schlips oder Fliege trägt.
Hatte sie nicht in der vorletzten Kolumne geschrieben "Wir ... melden uns wieder am 21. Januar."? Ist doch erst in einer Woche. Aber wahrscheinlich hat sie das Geheule der Medienmeute und Politiker an die Tastatur getrieben:

http://kolumne.gorki.de/kolumne-46/

Nicht weniger lesenswert:
http://kolumne.gorki.de/kolumne-42/

david | 21:20


12.01.16

Vor 26 Jahren (13. Januar 1990): Die Besetzung der Lottumstr. 10a (Bandito Rosso), in Berlin - Prenzlauer Berg

Mit dem Sturz der SED-Herrschaft und der neu gewonnen Freiheit boten sich für viele Linke und Linksalternative in der DDR und besonders in Ostberlin völlig neue Voraussetzungen. Für die DDR-Opposition war der „Schutz" der Kirche nun plötzlich nicht mehr nötig. Und bei den vor allem linken und parteiunabhängigen Gruppen wurde das Bedürfnis immer deutlicher, diesen "Schutz" zu verlassen und sich den Gängeleien der Kirche zu entziehen. Doch woher neue Räume nehmen? Da von den alten neuen Staatslenkern nichts zu erwarten war und auch die neu entstandenen Bürgerbewegungen nur wenig Interesse hegten, die schon früher ungeliebten linken Oppositionsgruppen (zu chaotisch, zu links etc.) zu unterstützen, reifte der Plan, Räume zu besetzen.

13.01.1990_Lottum10a.jpg
13.Januar 1990, Besetzung der Lottumstr. 10a, in Berlin - Prenzlauer Berg. An der Leiter Wolfgang Rüddenklau, Mitbegründer der Umweltbibliothek Berlin und der Zeitschrift telegraph. Auf dem Sprung ins Haus: Gerold Hildebrand.

Bolk | 12:08


11.01.16

Die telegraph Neujahrslesung

telegraph-neujahrslesung-banner.jpg

Am Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 20 Uhr, präsentieren wir den noch fast druckfrischen, aktuellen telegraph #131/132_2015/2016, in der NEUEN RUMBALOTTE.

Die Redaktion stellt das neue Heft vor. Autoren werden aus ihren Texten lesen.

Texte zu Jugoslawien, Transnistrien, Frauenfußball und Dr. Motte sowie ein Rundumschlag, gelesen von:

Peter Korig, Susanne Noack, Florian Ludwig, Jannis Poptrandov und Robert Mießner.

Mehr Infos: http://telegraph.cc/telegraph-131132-erschienen/
Programmheft downloaden: http://telegraph.cc/archiv/

Der Eintritt ist frei!

Veranstaltungsort:
Rumbalotte Prenzlauer Berg Connection e. V.
Berliner Straße 80-82,
13189 Berlin – Pankow
http://www.rumbalotte-continua.de

Wegbeschreibung:
U2 Schönhauser Allee, Richtung Pankow die Schönhauser hoch, über die Wisbyer, 100 Meter weiter auf der rechten Seite in der Willner Brauerei.

---

Der telegraph ist in ausgesuchten Verkaufsstellen erhältlich. Außerdem per:
E-Mail: info@telegraph.cc, per Post: Greifswalder Straße 4 - 10405 Berlin
und natürlich online unter: http://www.telegraph.cc

Bolk | 20:00


Der ROTE LADEN und die Zeitschrift telegraph präsentieren: "Der Traum ist aus – 25 Jahre Mainzer Strasse“

Ein multimedialer Vorleseabend, zum 25. Jahrestag der Ostberliner HausbesetzerInnenbewegung 1990 und der Räumung der Mainzer Straße.

Freitag, 15. Januar 2016, 19:30 Uhr
Der Rote Laden, Weidenweg 17, Berlin Friedrichshein (U – Weberwiese / Tram M10 Bersarinplatz)


Foto: HausbesetzerInnen-Demonstration am 4. August 1990
Quelle: Zeitschrift telegraph

Bolk | 14:00


07.01.16

Korrekte Bilder, korrigiertes Weltbild

bildkorrektur
(Creative Commons)

Diese Illustrationen verschiedener Comiczeichner und Zeichnerinnen, darunter auch Mawil spiegeln den Zeitgeist wider und räumen zugleich auf mit weit verbreiteten Vorurteilen zum Thema "Refugees". So wie der Projektname "Bildkorrektur" hier in einem völlig neuen Kontext erscheint, rücken die Zeichnungen zurecht, was an deutschen Stammtischen und deren Auslagerungen in sozialen Netzwerken immer mehr Verbreitung findet. Ein Stück Anstand, Courage und Aufklärung in gezeichneter Form.

http://bildkorrektur.tumblr.com/

Bolk | 10:33


20.12.15

„Ich überlasse doch Leuten wie Ihnen nicht den Rechtsstaat.“

Viele glauben, es ist die Polizei, die Versammlungen „erlaubt“, weil Demonstrationen oder Kundgebungen dort angemeldet werden müssen. Das ist falsch. Die Aufgabe der Polizei ist es, die Durchführung von Versammlungen zu ermöglichen, zu unterstützen und abzusichern, damit Menschen ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen können.
Warum dieser Irrglauben entstehen konnte, hat mit der Differenz zwischen dem postulierten Rechtsstaat und der bundesdeutschen Realität zu tun. Jede und Jeder, die schon mehrmals auf Kundgebungen und Demonstrationen waren, wurden mit dieser Differenz konfrontiert, manchmal sogar recht nachdrücklich, durch Faustschläge oder Fußtritte, durch Tonfa, Schlagstock, Pfefferspray. „Auf dem Papier“ ist die Polizei aber eigentlich eine Behörde, die für den Erhalt und den Schutz demokratischer Rechte eintreten soll.

In Düsseldorf gibt es seit über einem Jahr Proteste, Kundgebungen und Demonstrationen gegen die rassistischen Dügida-Aufmärsche, u.a. durch die Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“.
Anmelder der Proteste ist häufig Frank Laubenburg, der seine manchmal kurzen, manchmal längeren Dialoge mit der Polizei auf seiner facebook-Seite veröffentlichte.
Was in den Gedächtnisprotokollen deutlich wird: Konkretes Wissen um die grundgesetzlichen Regelungen des Demonstrations- und Versammlungsrechtes sowie um die aktuellen Rechtssprechungen bei polizeilichen Rechtsverstößen ist eine starke Kraft zur Verteidigung demokratischer Rechte im Gespräch mit den Polizeieinsatzleitern. Diese stecken offensichtlich in einem Dilemma: Agieren würden sie überwiegend gerne wie in einer Diktatur, die Menschen sollen sich widerspruchslos an ihre Anweisungen halten. Dann ist da aber das Grundgesetz mit den Festlegungen der demokratischen Rechte. Dieses Dilemma können die Polizeiführer oft nicht für sich auflösen, woraus dann ihre Formulierung resultiert: „Ich muss nachfragen.“, es folgt der Griff zum Funkgerät. Weil die Dialoge aus Absurdistan zu stammen scheinen und voller Theaterkomik sind, wurden sie in der vergangenen Woche sogar auf die Bühne gebracht.

Zwei kurze Auszüge aus den Dialogen:

„Herr Laubenburg, zu Beginn möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass an mich herangetragen wurde, dass Sie beim letzten Mal die Gespräche mit ihrem polizeilichen Ansprechpartner mit Ihrem Handy aufgezeichnet und dann ein Protokoll davon auf facebook veröffentlicht haben. Sie dürfen die Gespräche nicht aufzeichnen, das ist eine Straftat.“ „Einen Augenblick, bitte. Ich hole eben meinen Anwalt dazu.“
(Pause)
„Darf ich Ihnen meinen Anwalt vorstellen? Bitte, wiederholen Sie doch noch einmal, was Sie gerade gesagt haben.“
„Ich habe Ihnen nur den Hinweis gegeben, dass Sie unsere Gespräche nicht aufzeichnen dürfen.“
„Nein, Sie haben mehr gesagt.“
„Ich habe gesagt, dass es wohl auf facebook Veröffentlichungen gab über die Gespräche beim letzten Mal und Sie darauf hingewiesen, dass Sie Gespräche nicht aufzeichnen dürfen.“
„Nein, Sie haben gesagt, dass ich beim letzten Mal Gespräche mit meinem Handy aufgezeichnet hätte, also eine Straftat begangen hätte.“
„Ich habe nur gesagt, dass es ja diese facebook Veröffentlichungen gab und Ihnen einen rechtlichen Hinweis gegeben, dass Sie die Gespräche nicht aufzeichnen dürfen.“
„Also, was soll ich denn hier mit einem Beamten, der schon nach fünf Minuten nicht mehr weiß und nicht mehr wiederholen kann, was er gerade gesagt hat. So kann man doch nicht kooperieren. Klären Sie doch bitte mit dem Präsidium, dass ich hier einen anderen Ansprechpartner erhalte.“
„Ja, das mache ich.“
(Pause)
Anwalt: „Jetzt hat die Polizei ja immerhin bestätigt, dass es diese skurrilen Dialoge letztes Mal so wirklich gab."

„Herr Laubenburg, ich habe eine gute Nachricht für Sie. Sie können den Aufzug zum Hauptbahnhof durchführen.“
„Aha.“
„Freuen Sie sich doch mal!“
„Das war doch eh klar, dass wir das dürfen. Soll ich mich jetzt freuen, dass Sie die Gesetzeslage einhalten, oder was?“

Die Düsseldorfer Polizeiführung soll momentan tatsächlich darüber nachdenken, ob es nicht auch eine Straftat ist, der Polizei Rechtsbrüche vorzuwerfen.
Weil wir das Lachen, bei allem ernsten Hintergrund, gerne teilen, folgen unten die links zu den Einträgen von Frank Laubenburg. Dank an ihn, für die detaillierte Dokumentation.

1. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 18.09.2015
2. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 02.10.2015
3. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 16.10.2015
4. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 23.10.2015
5. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 30.10.2015
6. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 02.11.2015
7. Folge „Mein Einsatzleiter“ – vom 07.11.2015

Wird es eine zweite Staffel geben? Frank Laubenburg: „Neue Folgen hängen davon ab, ob die Polizei neuen Stoff liefert. Bislang ist sie da sehr zuverlässig.“

david | 20:26


17.12.15

F U T U R E D A Y S

Musik und Politik
Nichts ist menschlicher als zu überschreiten, was ist.
(Ernst Bloch)

Dubheat520.jpg
(Foto: Dubhead, von Ingolf Roth)

Future Days ist eine neue Veranstaltungsreihe für moderne, großstädtische Musik und linke Politik. Der Name, einem Titel der legendären Kölner Avantgarde Band CAN entlehnt, gibt die Richtung vor. Die Reihe findet alle 3 bis 4 Monate an verschiedenen Orten in Berlin statt und will bei jungen und jung gebliebenen Leuten das Interesse wecken, sich mehr für linke Politik und Projekte zu interessieren. Ziel ist es auch, Vernetzungen zu stärken, gegenseitige Vorbehalte und Klischees innerhalb der linken Szene abzubauen. Also, wird gemacht, was zu machen ist, setzt man auf die subtile Wirkung der Kunst, im Besonderen auf moderne, großstädtische Musik, umrandet sie mit aktuellen politischen Themen. Mehr Kunst in die Politik zu bringen, dadurch mehr Distanz zu sich selbst zu finden und auch mal die Perspektive zu wechseln, das kann nur gut und gesund sein. Denn wo steht geschrieben, die Linke oder das Linkssein hätte etwas mit alten, gequirlten Phrasen zu tun, der Bestätigung der zu bestätigenden Bestätigung… usw. Wie langweilig. Dem hingegen ist mit Future Days Selbstermächtigung angesagt, Leichtigkeit, Humor, Trip´n`Groove… und wie einst CAN mit ihren visionären, ideenreichen von Stockhausen, Jazz, Reggae und Worldbeat getragenen Klangcollagen, treiben wir die Dinge voran, betreten Neuland, machen weiter, immer weiter… - Alles muss haargenau in eine tobende Ordnung gebracht werden! (Antonin Artaud) Mit diesen Veranstaltungen gibt es viel Inspirierendes zu hören und zu sehen, ist Kraft und Hoffnung zu tanken.

Bolk | 16:44


15.12.15

Ihr seid nicht allein!

Antifaschistische Gedenkdemonstration in Brandenburg/Havel

header.jpg

Am 7. November 1992 wird Rolf Schulze in Lehnin von drei Neonazis zusammengeschlagen, ertränkt und verbrannt. Am 20. Februar 1996 wird Sven Beuter in Brandenburg an der Havel von einem Neonazi zu Tode getreten.

Aus gegebenen Anlass findet am 20. Februar 2016, ab 11 Uhr, in Brandenburg an der Havel eine Antifaschistische Gedenkdemonstration statt.

center.jpgIm Aufruf der ANTIFA JUGEND BRANDENBURG heißt es dazu: Rolf Schulze und Sven Beuter sind "... nur zwei von über 180 Opfern neonazistischer Gewalt. Es sind keine Taten von einzelnen Personen sondern die Konsequenz der kapitalistischen und neonazistischen Denkrichtung. Für jede Ungerechtigkeit des kapitalistischen Systems wird je nach Bedarf eine soziale Gruppe als Verursacher stilisiert. Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung, Religion, ihres sozialen Status oder anderer Eigenschaften pauschal für Missstände verantwortlich erklärt. Die Bundesregierung und ihre Vertreter innen forcieren dieser Haltung einmal mehr, in dem sie zwar die Gewalt gegenüber geflüchteten Menschen verurteilen, gleichzeitig diese aber in politische und ökonomische unterteilen und letzteren pauschal jegliche Asylberechtigung absprechen. Dadurch fühlen sich bürgerliche RassistInnen und Neonazis in ihrer Meinung bestätigt und sehen sich im Recht, wenn sie unbewohnte Unterkünfte anzünden und Geflüchtete sowie ihre Unterstützer innen angreifen. Folglich ist es für uns nur eine Frage der Zeit, bis die Angriffe bewohnte Unterkünfte treffen und die ersten Menschen sterben. Egal wo und in welcher Form Ausgrenzung und Diskriminierung auftreten, ist es unsere Aufgabe ihnen auf allen Ebenen selbstbewusst entgegenzutreten und sie mit allen Mitteln zu bekämpfen! Auch wenn Ihr euch in der tagtäglichen Hetzrunde im Betrieb, in der Schule, an der Uni auf verlorenem Posten fühlt, denkt daran: Ihr seid nicht allein! Organisiert und wehrt euch!"

weitere Infos:
fightingfor20years.blogsport.de
todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de

footer.jpg

Bolk | 10:27


11.12.15

NEU: telegraph jetzt auch über black-moskito.org

Ab sofort kann der telegraph auch über den online-Versand black-moskito.org gekauft werden:
http://www.black-mosquito.org/index.php/lesen/libertare-presse/zeitschriften/telegraph-131-132.html

Bolk | 14:50


10.12.15

Auf dem telegraph-YOUTUBE-Kanal: Die Release-Lesung in sechs Teilen

Wer am 8. Dezember 2015 nicht im BAIZ dabei sein konnte, kann sich jetzt die telegraph-Release-Lesung #131/132 _ 2015/2016 auf dem telegraph-YOUTUBE-Kanal ansehen.

Hier der Link: https://www.youtube.com/channel/UC_BzNjvkVZg3JpW8689mvoA

Die Redaktion telegraph wünscht viel vergnügen.

Bolk | 12:28


08.12.15

Endlich: Strafanzeige gegen Czaja, Allert und Co.

„Vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit herrschen seit Monaten Zustände wie in Flüchtlingslagern in Kriegsgebieten.“ So eröffnete die TV-Sendung „Kontraste“ am 19.11.2015 ihren Fernsehbeitrag (immer noch abrufbar unter rbb).
Für Berlin stimmt dieser Satz jedoch nicht ganz. In den Krisengebieten der Welt sind in der Regel internationale Flüchtlings-Organisationen tätig, die sich durch Professionalität auszeichnen und Kompetenz im Krisenmanagement besitzen. In Berlin ist die Situation aber von Inkompetenz und Arbeitsverweigerung gekennzeichnet, sonst hätten sich die „Zustände“ längst geändert, denn Kritik und ganz konkrete Forderungen an die politisch Verantwortlichen sind seit Monaten formuliert und bräuchten nur systematisch abgearbeitet werden. Passiert ist tatsächlich nichts oder überdeutlich zu wenig.

Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales schon im desaströsen Wowereit-Senat, wird in CDU- und SPD-Kreisen als zukünftiger Regierender Bürgermeister von Berlin gehandelt. Wir nehmen an, nur deshalb sitzt er heute immer noch auf seinem Ministerstuhl. Er wäre natürlich als Regierender Bürgermeister ein würdiger Repräsentant des CDU-SPD-Provinz-Sumpfes des Landes. Möglicherweise wird ein nun gestellter Strafantrag gegen ihn zum Schleudersitz oder mindestens einer Karrierebremse.

Die Strafanzeige wurde durch mehr als 40 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bei der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt.
Den Berliner Politikern und Verwaltungsbeamten wird Körperverletzung im Amt und Nötigung vorgeworfen. Seit Monaten handeln sie gegen geltendes Recht. Für Czaja sind Flüchtlinge kein Thema, zumindest nicht auf seinem persönlichen Internet-Blog.

In der alten Frontstadtpostille „Berliner Morgenpost“ (bis 2014 im Axel-Springer-Verlag) heißt es: „Czaja reagierte auf die Klage mit Unverständnis. Diese sei nicht zielführend. [Fett-Setzung nicht im Original] "Es wird alles Mögliche getan, um die Situation der Flüchtlinge am Lageso zu verbessern.“ … sagte Czaja am Montag. … Die Initiative "Moabit hilft" hält die Klage gegen Czaja für mehr als gerechtfertigt. "Das war längst überfällig", sagte Sprecherin Diana Henniges, "was die Landespolitik hier macht, ist unterlassene Hilfeleistung." … Seit Monaten steht Czaja wegen der Situation am Lageso in der Kritik. Die Liste der Vorwürfe ist lang: zu wenig Personal, fehlende Sicherheit für die Flüchtlinge, mangelhafte Verwaltung. Zudem sitzt die Behörde auf nicht gezahlten Rechnungen, die sich auf mindestens 200 Millionen Euro belaufen.“
Zur Initiative „Moabit hilft“ und weiteren links s. ostblog-Jetzt reicht es!
Zu den „Zuständen“ s. auch ein „Spiegel-online“-Bericht: "Ist ja wohl kein Zustand hier" (beachte: Kolumne im Bereich „Kultur“, nicht „Politik“.

Warum der derzeitige Regierende Bürgermeister von Berlin von der Strafanzeige ausgenommen wurde, erschließt sich uns nicht, da er der verantwortliche Vorgesetzte der beteiligten Politiker und Verwaltungsbeamten ist und ebenfalls schon lange aufgefordert wurde, für funktionierende Strukturen und Prozesse rund um die Registrierung, Unterbringung und Versorgung von geflüchteten Menschen zu sorgen (s. auch die Petition auf change.org).
Müller und Czaja glaubten wohl tatsächlich, den Vorwürfen durch die Erlassung eines neuen Gesetzes zur Schaffung eines „Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten“ entkommen zu können.
In den Forderungskatalogen an die Verantwortlichen war nicht die Aufgabe beschrieben worden, Papier „voll zu pinseln“ und ein neues Gesetz zu erlassen, sondern geltende Gesetze und Vorschriften endlich einzuhalten!

Uns beschäftigten im Kontext noch folgende Fragen (jedoch nur kurz):
Sollten diese politischen „Führungskräfte“ in Projekt-, Change- und Konflikt-Management geschult werden?
Sollten sie Büchergeld erhalten, damit sie sich belesen können, was diese Begriffe eigentlich bedeuten?
Warum bemühen sich Menschen überhaupt um Positionen, deren Anforderungen sie nicht gewachsen sind?
Viel wichtiger erscheint uns aber auch noch folgende Frage, weil sie das dahinterstehende System einbezieht:
Wer wählte sie aus und welche Kriterien und Motivationen lagen dieser Auswahl zugrunde?
Womit wir wieder am Ausgangspunkt, dem Berliner Parteien-Mief, wären.

david | 22:56


Das Programmheft zum telegraph Release

Am 8. Dezember 2015, um 20 Uhr präsentieren wir den neuen telegraph #131/132 _ 2015/2016 in der Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, Schönhauser Allee 26A, 10435 Berlin. Die Redaktion stellt das neue Heft vor. Autoren werden aus ihren Texten lesen.

Das Programmheft zum telegraph Release, hier als PDF zum downloaden.

Bolk | 20:00


8. Dezember 2015 - telegraph #131/132 _ 2015/2016: Release im BAIZ

telegraph-release-image.jpg


Wir präsentieren den neuen telegraph #131_132 in der Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ.
Die Redaktion stellt das neue Heft vor. Autoren werden aus ihren Texten lesen.

Es lesen:
Susanne Noack, Florian Ludwig, Jannis Poptrandov, Karsten Krampitz, Peter Korig, Robert Mießner


telegraph-release-image.jpg

Jetzt erschienen und erhältlich:
In ausgesuchten Verkaufsstellen,
per E-Mail: info@telegraph.cc,
per Post: Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
und natürlich online unter: www.telegraph.cc.

Themen der neuen Ausgabe:
Kommende Aufstände und Postkapitalismus ++ Neoliberalismus und Identitätswahn ++ Grüne und braune Nazis ++ Menschenmüllkippe ++ Tanzende Ratten am Abgrund der Hölle ++ Ein brennender Pfarrer ++ Tränengasschwaden in der Mainzer Straße ++ Befreiung und Niederlage ++ Fußball jenseits des Dnjestr ++ Hans-Dietrich stürmt den Gästeblock.

Das Programmheft zum telegraph Release, hier als PDF zum downloaden.

Flyer und Anzeige zum Download:
Flyer 1, Flyer 2, Anzeige

telegraph-release-footer.jpg

Bolk | 20:00


Die Eingeborenen – Eine Zombierevue

mit: Manja Präkels, Markus Liske & DER SINGENDE TRESEN
Do. 10.12.2015, 20 Uhr,
Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ
Schönhauser Allee 26a
Berlin-Prenzlberg

Der Eintritt ist frei. Gebt euer Geld lieber für Fair-Trade-Weihnachtsgeschenke direkt vom Produzenten aus - zum Beispiel:
"Vorsicht Volk!" für Onkel Erwin, der immer sagt, er sei kein Rassist, aber ... Oder: "Erich Mühsam: Das seid ihr Hunde wert!" für eure Nichten und Neffen, damit sie nicht denken, Literatur sei schon immer so haltungslos gewesen wie heute. Oder wenn es lieber musikalisch sein soll: "Mühsam Blues" für alle, die ein Licht in der Dunkelheit brauchen. Oder auch: "Ernste Musik" für all jene, die bei deutschsprachiger Musik nur an Xavier "ich bin das Reich" Naidoo denken können ...

Bolk | 15:32


03.12.15

02.12.15

‹Berliner Runde› Funkhaus Prenzlauer Berg: 25 Jahre Mainzer #42

Mittwoch, 02. Dez 2015, 19:00 bis 20:00 Uhr
88vier - Pi Radio

25 Jahre Mainzer Straße. Im November 1990 demonstrierte die Staatsmacht West den neuen Staatsbürgern Ost, dass sie zwar "Wir sind das Volk" brüllen dürfen, aber sich den Begriff Volkseigentum schleunigst aus dem Kopf schlagen können. Schlagkräftige Unterstützung in grün rollte aus den alten Bundesländern an und die Hausbesetzer der Pfarrstraße und der Mainzer Straße mussten sich schließlich geschlagen geben.

Dietmar Wolf war einer von ihnen. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift telegraph arbeitet er die Ereignisse chronologisch auf. Im Funkhaus Prenzlauer Berg schildert er seine Eindrücke und Erlebnisse von damals und spricht mit Jenz und Rebecca über seine heutige Sicht darauf.

Mehr Infos hier: http://telegraph.cc/die-mainzer-strasse-chronologie-einer-raeumung/

Funkhaus Prenzlauer Berg: http://www.piradio.de/programm/sendung/24885.html#Berliner%20Runde-Funkhaus%20Prenzlauer%20Berg

Bolk | 12:41


 
 
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