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10.03.10

TV-Tip: Nackt, aber sicher? - Wie viel Sicherheit verträgt unsere Demokratie?

Ranga Yogeshwar begrüßt den Sozialwissenschaftler Dr. Andrej Holm, der 2007 wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet wurde und drei Monate in U-Haft saß, bevor der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufhob.

Samstag, 13. März 2010; Quarks & Co, 12.20 - 13.05 Uhr, WDR Fernsehen

http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/fernsehen/10/03/09_2100_w.php5

A.S.H. | 12:12


05.03.10

“Pink Taxi” von Uli Gaulke

Der Blick der Frauen
Für ostblog.de von Angelika Nguyen

Am Anfang war die Neugier auf Moskau. Regisseur Uli Gaulke, Jahrgang 1968, trieb es nach früheren Dokumentationen in vielen Teilen der Welt diesmal zur einstigen sowjetischen Hauptstadt .

Wie haben sich Perestroika und Kapitalismus ausgewirkt? Wie kommen die Menschen damit zurecht, vor allem: die Frauen? In einer Frauentaxifirma schließlich fand Uli Gaulke Marina, Alla und Viktoria, etwa Mitte 50, drei Taxifahrerinnen von “Pink Taxi”. Entstanden sind drei behutsame Porträts.

A.S.H. | 13:31


04.03.10

Noch Fragen? – Olaf Metzel stellt in Duisburg aus

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Olaf Metzel, Noch Fragen?, 1998/2010. © VG Bild-Kunst, Bonn 2010. Foto ©: Roman Mensing artdoc.de

von Jürgen Schneider

So nobel wurde die Bild noch nie präsentiert wie in Olaf Metzels Ausstellung »Noch Fragen?«, die derzeit im Museum Küppersmühle in Duisburg zu sehen ist. ›‹BILD Ruhrgebiet, 22.12.2009« heißt die 12-teilige Arbeit: Zerknitterte Matrizen (die der Prospektbeilage eines Supermarktes inklusive) in hübsch anzusehenden transparent-amorphen Plexiglasumhüllungen, die wie übergroße Müllbeutel wirken. Der Bild-Reporter war erregt: »Warum haben Sie ausgerechnet die Matrizen der Bild-Zeitung genommen?«

A.S.H. | 13:45


03.03.10

Sturm über Deutschland!

Vor genau 100 Jahren, am 3. März 1910, erschien in Berlin-Halensee die erste Nummer der bedeutendsten expressionistischen Zeitschrift „DER STURM – Wochenschrift für Kultur und die Künste“ :
"DER STURM ist das Blatt der Unabhängigen. Kultur und Kunst der heutigen Zeit werden kritisch bewertet. In dieser Zeitschrift äußern sich nur Persönlichkeiten, die eigene Gedanken und eigene Anschauungen haben.“

Der-Sturm.jpg

Offenbar war es die größte und einflußreichste Zeitschrift unter den vielen kleinen Zeitschriften, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet wurden. Die Auflage soll bis zu 30.000 betragen haben.
„DER STURM“ erschien bis 1932. Der Herausgeber und Schriftleiter Herwarth Walden (eigentlich Georg Levin) verließ Deutschland als KP-Mitglied und Jude 1932, noch rechtzeitig vor der Machtübergabe an die Nazis. Er ging in die Sowjetunion, wo er sich sicherer glaubte. Dort wurde er durch stalinsche KP-Mitglieder 1941 verhaftet und soll noch im selben Jahr im Straflager Satarow an der Wolga ums Leben gekommen sein.

david | 08:08


02.03.10

Vorratsdatenspeicherung verstößt im Prinzip nicht gegen die Verfassung

Das war's dann wohl. Wir bekommen jetzt nur ein neues Gesetz zur präventiven Speicherung unserer Daten. Sorry, ich kann darüber nicht jubeln.

A.S.H. | 10:11


26.02.10

Die Geister, die wir riefen

Neu im Kino “Plastic Planet” von Werner Boote

von Angelika Nguyen

Wir sind umzingelt. Es ist in unseren Zahnbürsten, Brotdosen, Einkaufstüten, Trinkflaschen, Laptops, Lampen, Stromleitungen, Möbeln. Babynuckeln, Spielzeugautos, Pressemappen. Die Gefahr ist bunt, pflegeleicht, abwaschbar, formbar: Plastik.

Vor über 50 Jahren trat der Kunststoff seinen Siegeszug durch die Konsumwelt an – und sitzt seitdem in jedem Haushalt. Doch seit einigen Jahren bröckelt das Image des Universalstoffes. Es ist von Giften die Rede, Chemikalien, die über Packungen und Behälter in die Nahrung gelangen. Die Mixturen zur Herstellung von Plastik seien so geheim, dass die Kunststoffindustrie selbst nicht zu 100 % wüsste, was sie da am Ende produziert. Tatsache ist, dass die getrennte Müllentsorgung von Plastik ein falsches Spiel ist, denn inzwischen ist klar, dass dieser Kunststoff nicht einfach verschwindet. Plastik gilt heute als unrecycelbarer Stoff. Da seine Beschaffenheit nicht ganz klar ist, wissen wir auch nicht, was entsteht, wenn wir es verbrennen. Plastik als Zeitbombe.

A.S.H. | 12:28


25.02.10

Antimilitaristen attackieren Moskauer Militärhauptquartier

Alljährlich am 23. Februar feiert man ja in Rußland, aber auch noch in der Ukraine und in Belarus, den "Tag des Verteidigers des Vaterlandes", früher war das der "Tag der Roten Armee". 'In Wirklichkeit aber entstand die neue Armee Sowjetrusslands nicht am 23. Februar 1918, sondern fast einen Monat früher. "Dass der Jahrestag der Roten Arbeiter- und Bauern-Armee am 23. Februar gefeiert wird, ist ziemlich zufällig und schwer zu erklären und stimmt nicht mit den historischen Daten überein", schrieb seinerzeit Klim Woroschilow, Volkskommissar (Minister) für Landesverteidigung.

1918, am 28. Januar (am 15. nach dem alten Kalender), erließ der Rat der Volkskommissare ein Dekret, worin es unter anderem hieß: "Es hat sich die Notwendigkeit ergeben, eine neue Armee zu schaffen, die in der Gegenwart eine Stütze der Sowjetmacht, in nächster Zukunft das Fundament für die Ersetzung der ständigen Armee durch die Bewaffnung des ganzen Volkes und bei der künftigen sozialistischen Revolution in Europa eine Unterstützung bilden wird... Der Rat der Volkskommissare beschließt, eine neue Armee unter dem Namen 'Rote Arbeiter- und Bauern-Armee' auf folgender Basis zu gründen: Sie wird aus den höchst bewussten und organisiertesten Vertretern der werktätigen Massen geschaffen. Der Eintritt in ihre Reihen steht allen Bürgern der Russischen Republik nach Vollendung des 18. Lebensjahres frei. In die Rote Armee tritt jeder ein, der bereit ist, seine Kräfte, sein Leben zum Schutz der Errungenschaften der Oktoberrevolution, der Sowjetmacht und des Sozialismus einzusetzen. Für den Eintritt in die Reihen der Roten Armee sind Empfehlungen erforderlich."' (Quelle: russland.ru)

Zum diesjährigen "Tag des Verteidigers des Vaterlandes" ließen sich ein paar Anarchisten etwas besonderes einfallen. Um 10.30 Uhr attackierten 30 anarchistische Antimilitaristen das zentrale Moskauer Militärhauptquartier mit Flaschen und Glühbirnen, gefüllt mit Farbe. Sie wollten damit ihre Ablehnung des Wehrdienstes zum Ausdruck bringen und fragten, was denn heute an Rußland verteidigenswert wäre, die Generäle in ihren Luxushäuser, die Ölinteressen des Kreml oder die frechen Oligarchen? (link)

Ein kurzes Video gab's auch dazu:

A.S.H. | 18:08


Microsoft nimmt Cryptome.org vom Netz

Was der US-Regierung seit der Gründung der Whistleblower-Seite Cryptome.org, 1996, nicht gelang, das schaffte der Konzern Microsoft in kürzester Zeit: Cryptome ist offline.

Auf Cryptome.org werden vom Betreiber John Young seit Jahren interne Regierungs- bzw. andere Geheimdokumente veröffentlicht, so auch vor zwei Tagen ein Papier unter dem Stichwort "Microsoft Demands Takedown of MS Spy Guide". Darin gab der Konzern Microsoft den Strafverfolgungsbehörden offensichtlich Hinweise, welche Informationen sich über Nutzer von Microsoft-Produkten gewinnen lassen.

Cryptome ist mittlerweile wieder unter unter einer anderen Adresse (http://cryptomeorg.siteprotect.net) erreichbar und ich behaupte mal, diese Microsoft-Aktion wird PR-technisch für den Konzern nach hinten losgen.

Update: Microsoft zieht Beschwerde zurück :)

A.S.H. | 15:33


24.02.10

Der grüne Prinz

Mousab Hassan Yusef, Sohn des HAMAS-Gründers, Scheich Hassan Yusef, war viele Jahre lang Agent des israelischen Geheimdienstes Shin Bet, berichten Haaretz und RIA Novosti

A.S.H. | 17:43


23.02.10

Extremismus - Exorzismus

Ist ja niedlich. Spreeblick erklärt uns heute den Unterschied zwischen Links- und Rechtsextremismus und was man dagegen tun kann.

"Viele linksextreme Straftaten entstehen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Antifaschismus und Antirassismus gehören neben Globalisierungskritik und Sozialabbau zu den Kernthemen der Linksextremen. Es gibt also einen relativ simplen Weg, den Linksextremen das Wasser abzugraben: Der Staat braucht nur den Rechtsextremismus bekämpfen. Wenn die Leute nicht mehr selber auf die Straße müssen, um in Dresden einen Naziaufmarsch zu verhindern, werden sie sich deswegen nicht vor der Dresdner Lackfabrik versammeln, um sie zu stürmen und dort einen arbeitergeführten Betrieb einzurichten. Wer wirksam gegen Linksextreme vorgehen will, muss wirksam gegen Rechtsextreme vorgehen."

Mal abgesehen davon, dass diese beiden eindimensionalen Staatschutzbegriffe, seit ihrer Erfindung im kalten Krieg, umstritten sind, wird eher umgekehrt ein Schuh draus: Wenn der Staat sich nicht ständig schützend vor seine Nazis stellen würde, wären diese womöglich längst von den Straßen verschwunden.

A.S.H. | 18:49


 
 
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