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Stiftungen, Einflussphären oder Linke in Polen

Vor wenigen Tagen ist in Deutschland eine Diskussion über den Einfluss von politischen Stiftungen auf die sozialen Bewegungen in Polen entbrannt. Hier eine Einschätzung als modernes Märchen

von NK

Nun sind die PiS –Zwillinge am rudern. Ihre Partner sind ihnen abhanden gekommen bzw. sie haben sie durch Intrigen herausmanövriert. Nun stehen Wahlen an. Ihnen werden unter 20% vorausgesagt und der neoliberalen PO etwas darüber. Eine Chance für die LINKE? Ich glaube kaum.

Wobei sich natürlich die Frage stellt was oder wer links ist. Es gab in Polen eine Partei, die sich als Linke sah, aber eine neoliberale Politik machte, wie alle anderen Regierungen Polens auch- vielleicht gar noch besser. Nun wollen sie sich neu formieren und der alte Präsident trimmt sich auf einen dynamischen Macher und will Links und Demokratie (LiD) verbinden. Natürlich mit den alten Kadern, die auch schon vor 18 Jahren ihren Hals verrenkt haben – mit ihm zusammen. Wer wird ihnen glauben? Die Bevölkerung, deren Armutsgrenze immer größere Tiefen oder heißt es Höhen erreicht?

Es formieren sich aber auch andere LINKE. Linke Parteichen, Bewegungen, Grüppchen, die nun versuchen wollen zusammen zu gehen. Aber Vorsicht! In den letzten 18 Jahren ist in Polen so etwas gescheitert. Und wir wissen es ja von Polen selbst: „ Wo zwei Polen sich treffen, da gibt es drei Meinungen!“ Nun haben sich mehr als drei getroffen – ist auch ein Erfolg! Aber sie haben sich auch über dies und das verständigt, so ist es halt, wenn mensch miteinander und nicht über einander redet. „Du willst also die Gewendeten Parteikader aufnehmen?“ „Wo denkst Du hin, ich verhandele doch nicht mit den Bonzen, aber in der Partei gibt es den einen oder anderen der nachdenken kann.“
„Aber Du willst Dich an so einen populistischen Bauern ran machen?“ „Aber hör mal, da gibt es auch vernünftige Leute drunter, die einst dachten, dort wäre ihr Heil!“

Aber da gibt es noch den Onkel. Sam? Nee, Sam heißt er nicht, G..leiter gibt es auch nicht mehr...Aber er hat mehr Geld, als es Polen lieb sein könnte. Nicht weil Polen nichts braucht… aber auf diese Weise? Wären nicht die Zeiten vorbei, wo einer mit einer Stelle belohnt wird, weil er sich von bestimmten „schlimmen“ Leuten fern hält? Oder menschens bekommt ein nettes Ambiente, um zu tagen und nichts zu sagen, weil es sich eben diesen anderen Typen entsagt hat? Mit Haut und Haar? Oder Karliczek hält einen an-genehmen Vortrag – und schwupp freut sich mensch, denn so viel hätt er, würd’ er ganzen Monat arbeiten dürfen-können, nie bekommen… Ist doch nett von Onkel Sam- oder wie heißt er eigentlich –den armen Polen und seine Meinung zu unterstützen!
Aber nicht doch, die Zeiten sind vorbei, wo wir uns eingemischt haben. Schließlich prangern wir die Geldsäcke und die Thatchers, Schröders und Konsorten an. Aber doch keine Linken dort und von dort. Na ja, ob sie wirklich alle so links sind? Wat is in Berlin? Links kann och rechts oder wie auch immer menschlich überholen lassen werden.

Naja Josef und Wladimir würd sich wohl freuen, aber Karl könnt sich im Grabe umdrehen und Machail wäre wohl auch sauer meint Marek aus Berlin.

Michal Stachura | 15.08.07 13:39 | Permalink