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27.08.2015: Antirassistische Demonstration durch Wedding und Moabit.

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Quelle: twitter.de

Am gestrigen Abend (27.08.2015) fand in Wedding und Moabit eine antirassistische Demonstration statt. (OST:BLOG hatte im Vorfeld darauf hingewiesen). Ca. 500 Menschen sammelten sich gegen 19 Uhr auf dem Nettelbeckplatz (S-Bahnhof Wedding). Etwa gegen 19:50 setzte sich die Demonstration in Bewegung. Zuvor kam es zu verbalen Auseinandersetzungen am Rande. Der Querfrontmann und Antisemit Martin LeJeune versuchte, an der Demonstration teil zu nehmen. Dies wurde ihm durch Lautsprecheransagen und von beherzten AntifaschistInnen ruhig aber bestimmend untersagt. Im späteren Verlauf der Demonstration versuchte LeJeune es noch ein weiteres mal. Doch auch das ohne Erfolg. Außerdem versuchten einige palästinensische Männer durch laute Parolen den Israel-Palästina-Konflickt zu thematisieren. Prinzipiell OK. Aber an dieser Stelle der vollkommen falsche Ort und zu einem falschen Zeitpunkt. Löblich auch hier die geduldige Besonnenheit der anwesenden DemonstrationsteilnehmerInnen. So kam es zu keinerlei Auseinandersetzung und lediglich zu einzelnen Diskussionen am Rand der Demonstration.

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Martin LeJeune, Quelle: twitter.de

Die Polizei war zwar präsent, aber hielt sich weitestgehend zurück. Überall in den Wohnkiezen am Rande der Demonstrationsroute standen viele AnwohnerInnen, oder sahen zum Fenster heraus. Sie wurden immer wieder von Lautsprecherwagen begrüßt und es wurde der antirassistische Charakter der Demonstration erläutert. Die Reaktion der überwiegenden Zahl der AnwohnerInnen war ausgesprochen positiv. Es gab sehr viel Applaus und freundliche Gesichter.

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Quelle: twitter.de

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Häuser besetzen sowieso: Ein großes leer stehendes Haus im Wedding, Quelle: twitter.de

Als die Demonstration lautstark am Haupteingang des LaGeSo ankam, befand sich davor eine sehr große Anzahl geflüchteter und vertriebenen Menschen. Das LaGeSo selbst war durch eine große Anzahl behelmter Einsatzpolizei hermetisch abgeriegelt. Die Demonstration wurde von den geflüchteten und vertriebenen Menschen lautstark und freudig in Empfang genommen. Vom Demonstrations-Lautsprecher gab es an die geflüchteten und vertriebenen Menschen eine Begrüßungsansprache in Arabisch, Russisch, Serbisch(?) oder Albanisch(?) und Englisch. Dies wurde mit viel Applaus und Freunde bedacht. In Durchsagen wurden die Demonstrations-TeilnehmerInnen aufgefordert, auch nach der Demo zum LaGeSo zurückzukehren, mit den geflüchteten und vertriebenen Menschen in Kontakt zu treten und auch die ehrenamtlichen HelferInnen zu unterstützen, sowie zu Spenden, sei es mit Sach- oder auch Geldspenden. Nach der Zwischenkundgebung zog die Demonstration dann weiter bis zum U-Bahnhof Turmstraße und endete dort etwa gegen 21:30 Uhr.

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Quelle: twitter.de

Demoroute:
Nettelbeckplatz -> Reinickendorfer Straße (Richtung Müllerstraße) -> Fennstraße (Schering/Bayer) - > Perleberger Straße -> Wilsnacker Straße -> Turmstraße - > LaGeSo (Kundgebung) -> Turmstraße -> Stromstraße -> Alt-Moabit -> U-Bahnhof Turmstraße.

Helft und spendet, für die geflüchteten und vertriebenen Menschen vor und im LaGeSo!
Unterstützt die Ehrenamtlichen HelferInnen!
Werdet selbst aktiv!

Die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Berlin finden:
https://www.piratenfraktion-berlin.de/2015/08/26/gefluechteten-helfen-in-berlin/

Bedarfsliste von “Moabit hilft”,für die Akuthilfe am LaGeSo, Turmstr. 21, Haus R, 10559 Berlin
https://docs.google.com/document/d/1DvfqhmNSkpaaYtyIRsTl_P3GcFjm7iGTOUCYekusTU8/pub

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Quelle: twitter.de

Bolk | 28.08.15 15:31 | Permalink