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Big Brother bei Merkels

Nach einem Bericht der 'Bild am Sonntag' wurde über Jahre heimlich bis in das Wohnzimmer der Kanzlerin in Berlin-Mitte gefilmt. Eine Überwachungskamera des Pergamon-Museums, die rund um die Uhr in Betrieb ist, konnte problemlos die Privatsphäre Merkels und ihres Ehemannes Joachim Sauer verletzen.“
Die Rede ist von einem "beispiellosen Eingriff in die Privatsphäre"

Merkwürdig, als Unions-Kanzlerkandidatin forderte Merkel vergangenes Jahr noch die flächendeckende Videoüberwachung für Deutschland deutlich auszudehnen: «Die Londoner hätten ihre Terroristen nie gefasst, wenn sie keine Videokameras in den U-Bahn-Eingängen gehabt hätten. Was in London geht, muss auch in Deutschland gehen»

Davon abgesehen, dass die „Londoner“ mit Hilfe ihrer Videokameras bisher natürlich keinen einzigen Anschlag verhindert haben, bekam Merkel jetzt ihre Videoüberwachung, fand das aber dann offensichtlich gar nicht mehr so witzig:

"Wir haben am Freitag bei der entsprechenden Kamera auf dem Dach eine Neigewinkelbegrenzung installiert, so dass Aufnahmen der Kanzlerwohnung nicht mehr möglich sind. Dies geschah in Abstimmung mit dem Sicherheitsdienst des Bundeskanzleramts…“ ließ die Museumsleitung mitteilen.

Schade, das wäre doch mal eine clevere Glaubwürdigkeitskampagne für die deutsche Innenpolitik gewesen - anstatt „Ich esse deutsches Rindfleisch trotz BSE“ der Slogan „Überwachungskameras? Find ich gut, seht doch selbst“ und dann Merkels Wohnzimmer, 24 Stunden am Tag, live für alle im Internet.


Verpasste Gelegenheit einer Glaubwürdigkeitskampagne, Foto: www.fnl.de

A.S.H. | 27.03.06 08:41 | Permalink

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» "Ich habe doch nichts zu verbergen" von OST:BLOG
Die Chronistenpflicht zwingt uns, auch auf die neue Kampagne der Kanzlerin für mehr Kameraüberwachung des öffentlichen Raums einzugehen. Wirklich geschickt eingefädelt. Die neue Kampagne. Die alte Kampagne.... [Weiter lesen]

Verlinkt am 19.04.06 23:19

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