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Sechs. Setzen!

Das ist lustig. Die Deutschen Nazis kennen ihre eigene Geschichte nicht. Aus einem heute veröffentlichten Interview mit NPD-Chef Udo Voigt in der WELT.

DIE WELT: Sie sagen, die NPD schaue nicht zurück. Ihre Jugendorganisation aber feiert alljährlich Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß.

Voigt: Sie hat ein Recht, sich mit der eigenen Identität zu befassen und positive Beispiele aus der Geschichte wie Heß herauszusuchen. Er saß 40 Jahre lang unschuldig in Einzelhaft. Immerhin ist er nach England geflogen, um Frieden zu schaffen.

DIE WELT: Und was hat er davor so alles gemacht?

Voigt: Zumindest hat er nicht wie Globke an den Nürnberger Rassegesetzen mitgewirkt und hinterher im Kabinett von Adenauer gesessen.

DIE WELT: Die Rassegesetze tragen seine Unterschrift.

Voigt: So weit habe ich mich nicht mit der Person beschäftigt. Selbst, wenn das so gewesen ist: Im Weltkrieg, angesichts so vieler Toter, hat er sein Leben in den Dienst des Friedens gestellt und es auch riskiert. Das ist eine tolle Sache.

A.S.H. | 12.02.05 19:35 | Permalink