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Virtueller Menschenhandel: Frauen bei eBay angeboten?

8.März: Auf der US-Website des Internet-Auktionshauses eBay kommen offenbar auch Frauen unter den virtuellen Hammer. Die Menschenrechtsorganisation Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) beklagte auf dem Online-Marktplatz würden Südostasienerinnen versteigert.

Seit Anfang März würden drei junge Vietnamesinnen mit Foto für ein Mindestgebot von umgerechnet etwa 4400 Euro auf dem Online-Marktplatz angeboten, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Frankfurt. Die Versteigerung der Frauen sei für zehn Tage angesetzt. Dann sollten sie per Schiff nach Taiwan geschickt werden, wo der jeweilige "Käufer" sie abholen könne.

Der Handel mit Vietnamesinnen nimmt nach Angaben der IGFM immer erschreckendere Ausmaße an. Zwischen 1991 und 1999 seien allein an der Grenze zu China 22.000 Frauen entdeckt worden, die ins Ausland verkauft werden sollten. Es handle sich dabei meist um minderjährige Mädchen aus armen Gegenden Vietnams, die wohlhabende Taiwaner, Chinesen und Koreaner sich als Ehefrauen kauften. Viele Frauen landeten auch in ausländischen Bordellen. Die vietnamesische Regierung ignoriere das Problem mit der Begründung, in Vietnam gebe es kein gesetzliches Verbot für die Eheschließung mit Ausländern.

Quelle: Rheinische Post

A.S.H. | 08.03.04 12:51 | Permalink

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