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    <title>OST:BLOG</title>
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    <updated>2012-02-03T10:50:31Z</updated>
    <subtitle>OSTBERLINER NEWSBLOG - PLATTFORM FÜR KUNDSCHAFTER, KADER, VOLXKORRESPONDENTEN [ONLINE SEIT MÄRZ 2003]</subtitle>
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    <title>Mitarbeiter des JobCenter Mitte betreiben Gesinnungsschnüffelei</title>
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    <published>2012-02-03T10:14:41Z</published>
    <updated>2012-02-03T10:50:31Z</updated>
    
    <summary>von Jenz Steiner Dieses Schreiben erhielt der Berliner Musiker Tapete am 31. Januar von seinem Sachbearbeiter im JobCenter Mitte und veröffentlichte es auf seiner Facebook-Seite mit dem Kommentar: &quot;Das Zitat, auf das sie sich beziehen, haben die nicht von meiner...</summary>
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        <name>Bolk</name>
        
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            <category term="Politik" />
    
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        <![CDATA[<p><i>von Jenz Steiner</i></p>

<p><a href="/jobcentermitte.jpg" target="_blank"><img alt="jobcentermitte_kl.jpg" src="http://www.ostblog.de/jobcentermitte_kl.jpg" width="150"  style="float:left; padding: 0 10px 10px 0" /></a> <a href="http://www.ostblog.de/jobcentermitte.php" onclick="window.open('http://www.ostblog.de/jobcentermitte.php','popup','width=680,height=974,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false">Dieses Schreiben</a> erhielt der Berliner Musiker Tapete am 31. Januar von  seinem Sachbearbeiter im JobCenter Mitte und veröffentlichte es auf seiner Facebook-Seite mit dem Kommentar: </p>

<p><i>"Das Zitat, auf das sie sich beziehen, haben die nicht von meiner Webseite sondern, aus der aktuellen Ausgabe von Melodie & Rhythmus, auf die sie stießen, nachdem sie meinen bürgerlichen Namen gegoogled haben. Unfassbar, was die da versuchen: Psychoterror unter Androhung einer kompletten Leistungskürzung (unter anderem). Jetzt unter den Augen einer möglichst breiten Facebook-Öffentlichkeit."</i></p>

<p>Die Veröffentlichung des Schreibens brachte wahrscheinlich mehr Öffentlichkeit als Tapete erwartet hatte und dem JobCenter Berlin Mitte lieb ist. Zumal am 1. Februar das Online-Magazin telepolis.de schon feststellte:</p>

<p><i>"Dass die Behördenmitarbeiter trotz der auch in Berlin zahlreich vorhandenen Leistungsempfänger, die zu betreuen, verwalten, finanzieren  <br />
und kontrollieren sind, noch Zeit finden, sich im Internet umzuschauen und für Zitate Stellungnahmen zu verlangen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Prioritätensetzung bei den Verantwortlichen sowie auf derenGeisteshaltung, die von Gutsherrendenken geprägt ist."</i></p>

<p><i>"Selbstverständlich (!) ist "Der Brief" gute Promo für mich, weil es die Wahrheit ist. Flucht nach vorn."</i>, schrieb Tapete am Abend des 1. Februar noch auf seine Facebook-Pinnwand. Radio Fritz lud Tapete gleich zum Gespräch ein. Der Musiker tritt in erster Linie bei linken Veranstaltungen auf, bei denen Einkünfte, insofern es überhaupt welche gibt, nicht bei den Künstlern, sondern eher in Soli-Töpfen für verschiedene Projekte und Aktionen landen.</p>]]>
        
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    <title>Berlin: Tage der irischen Literatur</title>
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    <published>2012-01-27T09:48:36Z</published>
    <updated>2012-01-27T09:53:10Z</updated>
    
    <summary>Di 7.2. – Do 9.2.2012, Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin Irland ist das Land der großen Erzähler. Das Pro-Kopf-Aufkommen an jährlich produziertem Text ist im weltweiten Vergleich ohne Konkurrenz, daran haben auch die Krisen der letzten Jahre nichts...</summary>
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            <category term="Kultur" />
    
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        <![CDATA[<p>Di 7.2. – Do 9.2.2012, Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin</p>

<p>Irland ist das Land der großen Erzähler. Das Pro-Kopf-Aufkommen an jährlich produziertem Text ist im weltweiten Vergleich ohne Konkurrenz, daran haben auch die Krisen der letzten Jahre nichts geändert. Im Gegenteil: Die Literaten ziehen aus den Auf und Abs des Landes die Stoffe für ihre Texte. Die Literaturwerkstatt Berlin stellt an drei Tagen, vom 7.2. – 9.2.2012, sechs der wichtigsten aktuellen Autoren Irlands vor. Mit dabei sind Conal Creedon, Keith Ridgway, Claire Keegan, Ciaran Carson, Liam Mac Cóil und Michael Longley. Kuratiert werden die Veranstaltungen von dem Übersetzer, Herausgeber und Autor Jürgen Schneider.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Conal Creedon (*1961 Cork) ist Romanautor und Filmemacher, außerdem schreibt er<br />
Theaterstücke und Hörspiele. Die Hauptinspirationsquelle für Creedons Schreiben ist seine<br />
Heimatstadt Cork. Auf vergnügliche Weise führt er vor, wie sich die globalisierte Welt im Kleinen<br />
abbilden lässt. „Exploring the global through the local“, nennt er das. Creedons nächster Roman<br />
„Begotten Not Made“ erscheint 2012.</p>

<p>Keith Ridgway (*1965 Dublin) erzählt in seinen Texten von Menschen, die sich ziellos durch ihren<br />
Alltag treiben lassen. Sie werden beherrscht von Obsessionen, die ihnen den Blick auf die Realität<br />
verstellen. Für die Erzählsammlung „Normalzeit“ (dt. 2007 Wagenbach Verlag, Übersetzung: Jürgen<br />
Schneider) wurde er mit dem Rooney Prize for Irish Literature ausgezeichnet.</p>

<p>Claire Keegans (*1968 Wicklow) Geschichten erzählen von den alltäglichen Niederlagen,<br />
gleichzeitig aber auch von den kleinen Triumphen über die Schwerkraft des Lebens. Auf Deutsch<br />
liegt von ihr vor: „Wo das Wasser am tiefsten ist“ (Erzählungen, Steidl Verlag 2004, Übersetzung:<br />
Inge Leipold und Hans-Christian Oeser) und „Durch die blauen Felder“ (Erzählungen, 2008,<br />
Übersetzung: Hans-Christian Oeser). 2012 erscheint Keegans Novelle „Foster“.</p>

<p>Ciaran Carson (*1948 Belfast) ist Lyriker, Romancier und Dante-Übersetzer. Seit 2003 leitet er als<br />
Direktor das Seamus Heaney Centre for Poetry. Seine anspielungsreichen Texte zeichnen sich aus<br />
durch ihre stilistische und formale Eleganz. Die Bandbreite seiner Themen reicht von Belfast über<br />
Malerei und Musik bis zur Sprache selbst. Er liest aus seinem Roman „The Pen Friend“.</p>

<p>Liam Mac Cóil (*1952 Dublin) ist Schriftsteller, Kritiker und Leiter des Verlages Carbad. Er schreibt<br />
zumeist auf Irisch. In »An Chláirseach agus an Choróin: Seacht gCeolsiansa Stanford« (2010) nähert<br />
er sich - halb erzählerisch, halb essayistisch – der Lebensgesichte des Komponisten Charles Villiers<br />
Stanford an, eines Iren in London, eines Mannes zwischen zwei Kulturen.</p>

<p>Michael Longley (*1939 Belfast) ist neben Seamus Heaney und Paul Muldoon einer der<br />
angesehensten Schriftsteller der anglo-irischen Literatur. 1969 veröffentlichte er seinen ersten<br />
Gedichtband. Seine Lyrik ist sowohl form- und traditionsbewusst als auch im emphatischen Sinne<br />
modern. Ihre Bildsprache speist sich vor allem aus dem Vorrat der antiken Mythologie.</p>

<p>Di 7.2. 2012, 20.00 Uhr<br />
Conal Creedon und Keith Ridgway<br />
Moderation: Jürgen Schneider (Autor, Übersetzer und Herausgeber, Düsseldorf)</p>

<p>Mi. 8.2.2012, 20.00 Uhr<br />
Claire Keegan und Ciaran Carson<br />
Moderation: Hans-Christian Oeser (Autor, Übersetzer und Herausgeber, Berlin und Dublin)</p>

<p>Do 9.2.2012, 20.00 Uhr<br />
Liam Mac Cóil und Michael Longley<br />
Moderation: Jürgen Schneider (Autor, Übersetzer und Herausgeber, Düsseldorf)</p>]]>
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    <title>Gute Nacht &quot;Szenebezirk&quot; Prenzlauer Berg</title>
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    <published>2012-01-24T16:35:36Z</published>
    <updated>2012-01-24T17:25:05Z</updated>
    
    <summary> Klub der Republik, Foto von barbnerdy flickr.com Die Einzigen, die den Ostberliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg noch für einen Szenebezirk halten sind die Immobilienhaie. Sie operieren mit diesem Label nach wie vor erfolgreich und werden hier wohl irgendwann auch die...</summary>
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            <category term="Kultur" />
    
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        <![CDATA[<p><img alt="6703379303_9e476fb490.jpg" src="http://www.ostblog.de/Images/6703379303_9e476fb490.jpg" width="500" height="375" /><br />
Klub der Republik, Foto von <a href="http://www.flickr.com/photos/barbnerdy/">barbnerdy</a> flickr.com</p>

<p>Die Einzigen, die den Ostberliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg noch für einen Szenebezirk halten sind die Immobilienhaie. Sie operieren mit diesem Label nach wie vor erfolgreich und werden hier wohl irgendwann auch die letzte Bruchbude verhökert haben. Was Mangelwirtschaft und Borniertheit in 40 Jahren DDR nicht schafften, dem Prenzlauer Berg seine Kreativität auszutreiben, geht jetzt, angetrieben durch viel Geld und westdeutsche Spießer, sehr flott über die Bühnen. <br />
Nun hat auch noch der<a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/537448/Das-Magische-ist-weg"> letzte Klub</a> im Prenzlauer Berg <a href="http://www.prenzlberger-stimme.de/?p=37993">schließen müssen</a>.<br />
Ein Kommentar dazu von Jenz Steiner (King vom Prenzlauer Berg und Moderator im <a href="http://reifenwechsler.blogspot.com/">Funkhaus Prenzlauer Berg</a>):</p>

<p><a href="http://media2.roadkast.com/reifenwechsler/Kommentar%20Kultursterben%20in%20Prenzlauer%20Berg.mp3">http://media2.roadkast.com/reifenwechsler...</a><br />
</p>]]>
        
    </content>
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    <title>70. Jahrestag der „Wannsee-Konferenz“</title>
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    <published>2012-01-21T17:12:06Z</published>
    <updated>2012-01-23T12:09:59Z</updated>
    
    <summary>Was läuft im Deutschen Fernsehen? Bundesliga, SOKO Leipzig, Wer wird Millionär? Hallervorden – Die besten Sketche, Castingshow, Semperopernball, usw.usf. Deutschland und sein Volk am Jahrestag mit dem Ablauf und der Geschichte der „Endlösung“ zu konfrontieren, das ist nicht die Sache...</summary>
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        <name>david</name>
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    </author>
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p>Was läuft im Deutschen Fernsehen?<br />
Bundesliga, SOKO Leipzig, Wer wird Millionär? Hallervorden – Die besten Sketche, Castingshow, Semperopernball, usw.usf. <br />
Deutschland und sein Volk am Jahrestag mit dem Ablauf und der Geschichte der „Endlösung“ zu konfrontieren, das ist nicht die Sache des Deutschen Fernsehens. Genau das haben wir nicht nur für möglich gehalten.</p>

<p>Joseph Wulf, Auschwitz-Überlebender, wollte seit Mitte der 60er Jahre im Berliner Haus der Wannsee-Konferenz ein Dokumentationszentrum errichten. Deutsche Politiker wollten das nicht.<br />
Auch „für die offiziösen Forscher über das Dritte Reich blieb er ein Außenseiter. Man warf ihm vor, er sei befangen, weil er zu den Opfern des Dritten Reiches gehört habe.“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Wulf">Joseph Wulf</a>, <a href="http://www.hentrichhentrich.de/buch-joseph-wulf.html">Buch über Joseph Wulf von 2006</a>)</p>

<p>Wikipedia zitiert auch aus dem letzten Brief von Wulf an seinen Sohn David vom Sommer 1974:</p>

<p>„Ich habe hier 18 Bücher über das Dritte Reich veröffentlicht, und das alles hatte keine Wirkung. Du kannst dich bei den Deutschen tot dokumentieren, <strong>es kann in Bonn die demokratischste Regierung sein – und die Massenmörder gehen frei herum, haben ihr Häuschen und züchten Blumen</strong>.“</p>

<p>Was sagte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff, der schon einige Male eine Kippa auf dem Kopf hatte, aber nicht Joseph, sondern Christ-ian heißt, gestern zum Jahrestag in seiner <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2012/01/120120-Gedenkstunde-Wannsee-Konferenz.html;jsessionid=4941BA64508F297BFF21B70519BAD30B.2_cid249">Rede</a>:<br />
</p>]]>
        <![CDATA[<p>„Daran müssen wir gerade in diesen Tagen schmerzlich denken, seit wir wissen, dass eine Bande von rassistischen Mördern durch unser Land gezogen ist, um Menschen mit nichtdeutscher Herkunft zu töten.<em> Wir haben es alle nicht für möglich gehalten</em>. Einschließlich der Polizei und der Sicherheitsorgane <em>haben wir alle es auch nicht für möglich halten wollen</em>, dass es das in unserem Land und in dieser Zeit gibt.“</p>

<p>„Wir haben es alle nicht für möglich gehalten.“ Kommt uns der Satz nicht bekannt vor?<br />
„Wir“? „Wir … alle“?<br />
Wir (!) lassen uns da nicht vereinnahmen!<br />
Was auch für eine Realitätsverleugnung, bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Todesopfern_rechtsextremer_Gewalt_in_Deutschland">über 180 durch Nazis Ermordeten</a> in Deutschland seit 1990.</p>

<p>Okay, wir müssen uns auch nicht mit jeder Heuchelei auseinandersetzen.</p>

<p>Zwei gute Filme, die den Ablauf des Geschehens am 20. Januar 1942 in der Villa anhand eines erhalten gebliebenen Protokolls zu dokumentieren versuchen, sind folgende:</p>

<p>1. Der deutsche  Film von 1984 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4L42wtx028I Teil 1">„Die Wannseekonferenz“</a><br />
2. Der englisch/us-amerikanische Film von 2001 „Conspiracy“, in deutscher Synchronisation ebenfalls unter dem Titel „Die Wannsee-Konferenz“.</p>

<p>In beiden Filmen begegnen uns keine Monster, sondern 15 normale, intelligente, deutsche Männer, die konkurrieren, Macht ausüben bzw. weitere erlangen wollen, ängstlich-autoritätshörig sind, etc.<br />
Fünfzehn Spitzenbeamte der Ministerialbürokratie verschiedener Reichsministerien und der SS unter dem Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes.<br />
Bei dem Treffen ging es um die Erhöhung der Effektivität des Tötens, um das Ausschalten von Hindernissen und Hemmnissen, denn die Ermordung der jüdischen Bevölkerung hatte schon längst begonnen.<br />
 <br />
Der zweite Film ist auf youtube in der deutschen Fassung leider nicht mehr erreichbar, es erscheinen nur noch die bekannten copyright-Hinweise. Es findet sich lediglich noch das englischsprachige <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7bPFy3UeP0I&feature=related">Original</a>.</p>

<p>Beide Filme haben ca. die Länge von 90 Min., da sie sich beide am Protokoll orientierten.</p>

<p>Links:<br />
auf wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wannseekonferenz_%282001%29">Die Wannseekonferenz</a><br />
auf wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haus_der_Wannsee-Konferenz#Das_Konferenzgeb.C3.A4ude_als_Gedenkst.C3.A4tte">Haus der Wannsee-Konferenz</a><br />
<a href="http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Kuehling-2-2008">Die Auseinandersetzung um ein Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz</a><br />
<a href="http://www.ghwk.de">Die Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“</a></p>

<p><br />
</p>]]>
    </content>
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    <title>Autsch! Die NPD in der BVV Sitzung  Berlin-Lichtenberg</title>
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    <published>2012-01-20T12:05:15Z</published>
    <updated>2012-01-20T12:16:16Z</updated>
    
    <summary>... da haben die Nazis gestern in der Pause während ihrer BVV leider nicht aufgepasst und setzten sich an den präparierten Tisch ;-)...</summary>
    <author>
        <name>A.S.H.</name>
        
    </author>
            <category term="Politik" />
    
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        <![CDATA[<p>... da haben die Nazis gestern in der Pause während ihrer BVV leider nicht aufgepasst und setzten sich an den präparierten Tisch  ;-)</p>

<p><img alt="NPD_Bln_Lichtenberg.jpg" src="http://www.ostblog.de/Images/NPD_Bln_Lichtenberg.jpg" width="500" height="448" /></p>

<p><img alt="NPD_Bln_Lichtenberg2.jpg" src="http://www.ostblog.de/Images/NPD_Bln_Lichtenberg2.jpg" width="500" height="407" /></p>]]>
        
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    <title>Netzpolitik.org: Massenhafte Funkzellenabfrage jetzt auch in Berlin</title>
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    <published>2012-01-19T16:03:26Z</published>
    <updated>2012-01-19T16:08:54Z</updated>
    
    <summary>Wer dachte, nur die Sachsen spinnen, hat sich wohl geirrt. Die Berliner Staatssicherheit dreht offensichtlich genauso frei und das schon unter Rot/Rot: &quot;Der Skandal um die massenhafte Auswertung von Mobilfunk-Daten in Dresden hat unsere Warnungen und Befürchtungen bestätigt: Ist die...</summary>
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            <category term="Technik" />
    
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        <![CDATA[<p>Wer dachte, nur die Sachsen spinnen, hat sich wohl geirrt. Die Berliner Staatssicherheit dreht offensichtlich genauso frei und das schon unter Rot/Rot:</p>

<p>"Der Skandal um die massenhafte Auswertung von Mobilfunk-Daten in Dresden hat unsere Warnungen und Befürchtungen bestätigt: Ist die Vorratsdatenspeicherung einmal da, werden die Daten auch freizügig verwendet."</p>

<p>Mehr auf <a href="http://netzpolitik.org/2012/massenhafte-funkzellenabfrage-jetzt-auch-in-berlin-was-vorratsdatenspeicherung-wirklich-bedeutet/">netzpolitik.org</a></p>]]>
        
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    <title>Berlin: KvU von Schließung bedroht</title>
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    <published>2012-01-19T15:12:02Z</published>
    <updated>2012-01-19T15:17:13Z</updated>
    
    <summary>[Gentrification Blog] &quot;Der Kannibalismus der Gentrification ist ein beliebtes Sujet des Feuilletons. Wann immer Clubs, Szenekneipen und sonstige Einrichtungen der Subkultur schließen müssen, weil neue Eigentümer mit anderen Nutzungen mehr Geld verdienen können und wollen, wird der Mythos des Pionier-Dilemmas...</summary>
    <author>
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        <![CDATA[<p>[<a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/2012/01/15/berlin-konnen-wir-einer-verlangerung-des-mietverhaltnisses-nicht-zustimmen/">Gentrification Blog</a>] "Der Kannibalismus der Gentrification ist ein beliebtes Sujet des Feuilletons. Wann immer Clubs, Szenekneipen und sonstige Einrichtungen der Subkultur schließen müssen, weil neue Eigentümer mit anderen Nutzungen mehr Geld verdienen können und wollen, wird der Mythos des Pionier-Dilemmas genährt: Die Pioniere, die die Aufwertung mit ihren symbolisch kulturellen Überschüssen erst in Gang gesetzt haben, werden nun selbst von der Verdrängung erfasst."</p>

<p>"Ein ähnliches Schicksal droht nun der Kirche von Unten (KvU) – ein seit Ende der 1980er Jahre selbstverwalteter Ort der Subkultur und wichtige Anlaufstelle der Punkkultur in Ostberlin." </p>

<p>Mehr auf <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/2012/01/15/berlin-konnen-wir-einer-verlangerung-des-mietverhaltnisses-nicht-zustimmen//">gentrificationblog.wordpress.com</a></p>]]>
        
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    <title>Netzpolitischer Jahresausblick 2012</title>
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    <published>2012-01-19T14:01:24Z</published>
    <updated>2012-01-19T14:20:47Z</updated>
    
    <summary>Die Autorin von politik-digital.de, Lea Thielscher, stellt eine Auswahl von Themen, die 2012 möglicherweise im Fokus der Netzpolitik stehen werden in ihrem Jahresausblick vor. Anläßlich des „SOPA BLACKOUT“-Tages befragt sie den IT-Rechtler Tobias Keber zu Realisierungschancen und möglichen Folgen einer...</summary>
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        <name>A.S.H.</name>
        
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            <category term="Technik" />
    
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        <![CDATA[<p>Die Autorin von <a href="http://politik-digital.de">politik-digital.de</a>, Lea Thielscher, stellt <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitischer-jahresausblick-2012">eine Auswahl von Themen</a>, die 2012 möglicherweise im Fokus der Netzpolitik stehen werden in ihrem <a href="http://www.politik-digital.de/netzpolitischer-jahresausblick-2012">Jahresausblick</a> vor.  Anläßlich des „SOPA BLACKOUT“-Tages<a href="http://politik-digital.de/sopa-angriff+auf-die-meinungsfreiheit"> befragt sie den IT-Rechtler Tobias Keber</a> zu Realisierungschancen und möglichen Folgen einer Umsetzung des „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) und <a href="http://politik-digital.de/freies-netz-fuer-berlin">berichtet</a> über den Stand der Pläne eines <a href="http://politik-digital.de/freies-netz-fuer-berlin">freien WLAN-Netzes für Berlin</a>.</p>]]>
        
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    <title>Da haben wir die ganze Hütte besetzt</title>
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    <id>tag:www.ostblog.de,2012://1.2906</id>
    
    <published>2012-01-15T16:59:24Z</published>
    <updated>2012-01-16T10:03:20Z</updated>
    
    <summary> Gesprächsrunde über die Ostberliner Hausbesetzerbewegung in den 1990er Jahren (Teil1) 1990, im letzten Jahr der DDR, entwickelte sich eine der größten Hausbesetzerbewegungen in Deutschland. Bis zum Ende des Jahres 1990 wurden in Ostberlin hunderte Häuser besetzt. Hauptsächlich in den...</summary>
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        <name>Bolk</name>
        
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            <category term="Politik" />
    
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        <![CDATA[<div style="width:500px">
<strong>Gesprächsrunde über die Ostberliner Hausbesetzerbewegung in den 1990er Jahren (Teil1)</strong>

<p>1990, im letzten Jahr der DDR, entwickelte sich eine der größten Hausbesetzerbewegungen in Deutschland. Bis zum Ende des Jahres 1990 wurden in Ostberlin hunderte Häuser besetzt. Hauptsächlich in den Stadtbezirken Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain und Lichtenberg. Allein im Stadtbezirk Prenzlauer Berg gab es 95 besetzte Häuser. Anfänglich wurden die Häuser nur von Ostberlinern besetzt, schnell aber auch von vielen Menschen aus Westberlin und der BRD.</p>

<p><img alt="Hausbesetzerfahne" src="http://www.ostblog.de/01-Hausbesetzerfahne.jpg" width="240" style="margin: 0 10px 5px 0; float:left;" /></p>

<p>Vom Ostberliner Magistrat geduldet, entwickelten die Bewohner der besetzten Häuser schnell eigene Strukturen und ein eigenes freies und selbstbestimmtes Leben. Seit Sommer 1990 fanden zwischen dem Gesamtbesetzerrat und dem Magistrat Verhandlungen über eine offizielle Legalisierung der Häuser statt.</p>

<p>Der erzielte Verhandlungserfolg wurde nach der Übergabe der DDR an die BRD jedoch schnell revidiert. Die Bundesregierung und vor allem der Rot/Grüne Senat von Walter Momper hatten kein Interesse an derart freien Wohnstrukturen und gingen schon einen Monat nach der sogenannten Deutschen Einheit gegen die Hausbesetzer vor. Vom 12-14. November 1990 lieferten sich 100erte Hausbesetzer mit bis zu 4000 Polizisten Straßen- und Barrikadenkämpfe um die Mainzer Straße im Stadtbezirk Friedrichshain und in der Pfarrstraße im Stadtbezirk Lichtenberg. Letztendlich konnten die BesetzerInnen der militärischen Übermacht der Polizei nicht standhalten, so dass mehrere Häuser in der Pfarrstraße und alle 14 Häuser in der Mainzer Straße gewaltsam geräumt wurden. Als erste direkte Folge zerbrach der Rot/Grüne-Senat. Die Grünen warfen der SPD selbstherrliches Handeln vor und verließen die Regierung. <br />
Erschüttert von der Heftigkeit der Auseinandersetzungen um die Mainzer Straße waren der neue Senat und die Bezirksämter zu Verhandlungen bereit. In deren Folge gelang es in den meisten Fällen, akzeptable Mietverträge auszuhandeln. </p>

<p>Heute, 22 Jahre später, gibt es in Berlin quasi keine besetzten Häuser mehr. Neubesetzungen werden nicht toleriert und sofort geräumt. Viele der damals besetzten Hauser sind nun in privates Eigentum übergegangen. Nicht selten versuchen die neuen Hausbesitzer, kaum dass sie das Haus ihrer Wünsche erworben haben, die Hausbesetzer von einst los zu werden, um die Häuser sanieren und teuer verkaufen zu können. </p>

<div style="width: 240px; margin: 0px 0px 5px 10px; float:right;">
<img alt="Schoenhauser Allee Herbst 1989" src="http://www.ostblog.de/02-schoenhauser20-Okt.89.jpg"  width="240" /><br />
<em>Im Herbst 1989 wurden die Häuser Schönhauser Allee 20 / 21 für besetzt erklärt. Damit begann die Hausbesetzerbewegung der 1990 Jahre</em>
</div> Jüngste Belege dafür sind die Räumung der Brunnenstraße 183 in Mitte und der Liebigstraße 14 in Friedrichshain in den Jahren 2009/2010. In all den Jahren konnten sich die Hausbesitzer auf die Zustimmung und politische Rückendeckung des Berliner Senats verlassen. Egal, ob dieser nun von Rot/Grün, Schwarz/Rot, Rot/Rot oder Rot/Schwarz gebildet wurde. Zur Durchsetzung ihrer Wünsche konnten und können die Hausbesitzer stets auf die geballte Kraft der Polizei zurückgreifen, bezahlt vom Steuerzahler.

<p>So stellt sich einmal mehr die Frage, was geblieben ist von über 140 besetzten Häusern und tausendfacher Ablehnung von privatem Hausbesitz, sowie der Verweigerung von Mietwucher. Was ist geblieben von der Hoffnung auf bezahlbaren Wohnraum für alle und dem Versuch neuer kollektiver Lebensformen? Welchen Sinn macht die Besetzung von Häusern, wenn sich diese zehn Jahre später wieder in der Hand von Mietspekulanten befinden und die Mietsituation in Berlin schlimmer ist als je zuvor?</p>

<p>Im Sommer 2011 traf sich eine Gruppe  ehemaliger Berliner Hausbesetzer in einer Mietwohnküche im Prenzlauer Berg. Sie schauten zurück und sprachen über das Leben als Hausbesetzer.  Den Ebenen des Alltags, Idealen, Solidarität, Kampf, Räumung. Über politische Ansprüche und gesellschaftliche Realitäten sowie über Sinn und Unsinn von Hausbesetzungen – damals wie heute.</p>

<p>Das gesamte Interview erscheint auf  www.ostblog.de in vier Teilen und leicht gekürzt in  der nächsten Ausgabe des telegraph. </p>

<p><b>Ein ganz besonderer Dank für das unermüdliche Abtippen geht an Clara und an Johanna.</b><br />
</div></p>]]>
        <![CDATA[<div style="width:500px">
<b>David:</b> Ich bin David,  Linienstraße 206, eingezogen 1990 und 2 Jahre dort gewohnt.<br>
<b>Maia:</b> Hallo, ich bin Maia. Ich wohne seit Oktober letzten Jahres in der Brunnenstraße 7.<br>
<b>Dietmar:</b> Du hast doch vorher noch wo anders gewohnt?<br>
<b>Maia:</b> Ich habe vorher mal in der Yorckstraße gewohnt. 5 Jahre lang, bis zur Räumung.<br>
<b>Dietmar:</b> Zählt ja mit.<br>
<b>Maia:</b> Genau, das zählt auf jeden Fall mit.<br>
<b>Rüdiger:</b> Linienstraße 206. Von 1990 bis '92 und dann nochmal von '95 bis '99. Zwischen durch bin ich mal kurz raus gegangen, brauchte 'ne kleine Auszeit. Ja! Dann bin ich wieder gekommen.<br>
<b>Molti:</b> Schreinerstraße 47. Wir haben '89 besetzt und ich wohne da seit dem in dem Haus. Aber wir sind keine Besetzer mehr. Wir haben seit 2007 Verträge. Nein, seit 1997 glaube ich…ist schon lange her.<br>
<b>Wolfram:</b> Lottumstraße 10A Vorderhaus. Von 1990 bis 1994. Wa Dietmar? Ja 94?! Ungefähr so.<br>
<b>Dietmar:</b> Kommt hin, ja.<br>
<b>Sascha:</b>  Lottumstraße 10A Vorderhaus, von 1990 bis 1996.<br>
<b>Michl:</b> Ich bin der Michl, auch aus der Linienstraße 206 und ja hab die von Anfang an eigentlich mit besetzt und habe da von 1990 bis 1997, so ungefähr, gewohnt. Auch mit kleinen Unterbrechungen.<br>
<b>Natalie:</b> Ich bin Natalie. Die erste Besetzung war die Mainzer. Da sind wir geräumt worden und dann hat uns die Linienstraße 206 aufgenommen und da habe ich dann bis '94 gewohnt.<br>
<b>Dietmar:</b> Mainzerstraße, welche Nummer?<br>
<b>Natalie:</b> 24, Hinterhaus.<br>
<b>Heinke:</b> Ich heiße Heinke, komm aus der Brunnenstraße. Wohne da seit Anfang '93 und bin immer noch dort.<br>
<b>Andrej:</b> Neue Schönhauser / Ecke Rosenthaler Straße, 1990 -1992 Hinterhaus <br>
<b>Dietmar:</b> Ja, hallo, ich bin Dietmar. Ich hab auch in der Lottumstraße 10A gewohnt. Ich habe das Haus 1990 mit besetzt, 1990, und bis Oktober 1994 dort gewohnt. 

<p><b>Dietmar:</b> Anfang 1990 bis etwa August wurden in Ostberlin ca. mehrere hundert Häuser besetzt. Alles leer stehende Häuser. Hauptsächlich in Prenzlauer Berg, Mitte, Friedrichshain und Lichtenberg.  Wie kam es dazu? Wisst ihr das? Könnt ihr was dazu sagen? Und warum wurde plötzlich in Massen besetzt?</p>

<p><b>David:</b> Also, wie es dazu kam. Es gab, glaube ich, zwei verschiedene Wellen, nämlich eine Ost- und eine West-Welle. Für die Leute aus dem Westen bot sich da auch eine einmalige Chance, da rein zu grätschen und unser Haus ist ja eigentlich mal aus einer 1. Mai-Bewegung heraus besetzt worden. Ja. In erster Linie einfach deswegen, weil es die Chance gab, das durchzuziehen.</p>

<p><b>Rüdiger:</b> Ich wollte mich anschließen, mit dieser 1. Mai-Gruppe. Weil, wir waren mehrere verschiedene politische Gruppierungen, die sich eh schon kannten, aus Westberlin und wir hatten dann auf so einem Treffen '89 für uns beschlossen, als politische Gruppierungen, wir wollen auch zusammen leben und zusammen politisch arbeiten, Wohnraum für uns aneignen, was wir legitim fanden. Wir wollten halt nicht mehr so viel Miete zahlen, einfach politisch wirken. Und daraus ist das entstanden. Und wir haben uns auch zielgerichtet dann auf den Weg gemacht und in Ostberlin ein Haus gesucht, was in Westberlin sehr umstritten war. Es gab den Vorwurf von wegen Okkupation. Ihr könnt doch nicht einfach in den Osten gehen und es euch so einfach machen. Im Westen ist die Berliner Linie. Es war sehr umstritten und trotzdem haben wir es für richtig gehalten und haben es dann gemacht.</p>

<div style="width: 240px; margin: 0px 10px 5px 0; float:left;">
<img alt="Besetzerzeitung Nr.1 vom 14.8.1990.jpg" src="http://www.ostblog.de/03-besetzerzeitung1-4.8.90.jpg" width="240" /><br />
<i>Die erste Ausgabe der HausbesetzerInnenzeitung</i>
</div> <b>Wolfram:</b> Es gab ganz sicher zwei verschiedene oder drei verschiedene Motivationen. Das, was '89/ '90 passiert ist, angefangen mit der Besetzung der Schönhauser 20/21, passierte im Grunde in Fortführung der Wohnungsbesetzungen, die in Prenzlauer Berg seit den 80er Jahren quasi Usus waren. Ansonsten hast du ja keine Wohnungen gekriegt. Da waren dann die ersten in der Schönhauser. Das war glaube ich August ´89 gewesen. Da haben die die ganze Hütte besetzt und was dann folgte war, also nach meiner Wahrnehmung, die Idee, dass man dann auch ein Haus als ganze Gruppe besetzen kann und dass man dann Politik nicht mehr im Wohnzimmer macht, so wie man das die ganzen Jahre vorher in der DDR gemacht hatte. Dass man also auch die Freiräume hat um auch nach außen zu wirken. Das war der eine Aspekt. Dann gab´s einen zweiten Aspekt. Davon hatten wir in Prenzlauer Berg auch ´ne Menge. Die wollten einfach nur schöner Wohnen. Das heißt, sie wollten billig, was heißt billig, na sie wollten einfach praktikablen Wohnraum für ihre Lebensentwürfe haben. Das hat sich ja dann auch durchgezogen. Und das Nächste war, die Welle von Hausbesetzungen, das betrifft vor allem Friedrichshain, die aus Westberlin kamen. Du erinnerst dich Dietmar, da gab´s ja noch einen Aufruf, den wir in Westberlin verteilt haben. Und ich glaube, da hast du auch mitgeschrieben. Wenn ich recht im Hirne habe: Kommt rüber, wir haben in Friedrichshain noch so und so viele leer stehende Hütten. Und das war dann die große Welle, das muss Mai gewesen sein. Na, das muss Ende April Anfang Mai gewesen sein. Und das hat ja dann mehrfach Verbreitung gefunden, in verschiedenen anderen Zeitungen. Und naja, dann sind allen in Friedrichshain die Hütten vollgelaufen, mit Leuten mit ganz unterschiedlichen Gründen, das waren ja auch soziale Gruppen. Das waren ja nicht nur irgendwelche Politnics, die sich aus Westberlin zusammengefunden haben. Nee, das waren ja auch zum Teil Leute, die nicht mehr unter der Brücke pennen wollten. Das war ja okay. Weil sie standen ja leer. Weil im Osten waren es ja auch die Häuser, die zum Abriss standen, wo sie rein gegangen sind.

<p><b>Molti:</b> Ich kann das nur bestätigen. Wir haben ja alle Wohnungen gehabt, besetzte Wohnungen. Es hat ja keiner eine Wohnung über Wohnungsamt gekriegt bei uns. Im Herbst '89 dachten wir dann: In ein Haus zusammenziehen, wäre eigentlich das Beste, da sehen wir uns dann öfter, weil wir sowieso von früh bis spät alles zusammen gemacht haben: Kirche von Unten, Umweltbibliothek und so etwas. Und dann haben wir uns das Haus in der Schreinerstraße ausgesucht und sind da eingezogen, da wohnten auch noch Mieter drinnen. Wir haben mitbekommen, dass uns die Kommunale Wohnungsverwaltung, die KWV, klein gekocht hätte. Ich kann mich noch ganz gut an so eine Sitzung erinnern, in der die gesagt haben: „Ja, wir machen das jetzt so mit der Gestaltung der Frankfurter Allee Süd folgendermaßen: Wir reißen die Mainzer ab und renovieren die Kreuziger. Oder umgekehrt. Ressourcen für beide sind nicht mehr da.“ Das war der Punkt, an dem wir gesagt haben: „Hey, jetzt müssen wir aber Leute heranholen!“ und sind dann auch rüber zu unseren Kumpels, die in den Westen gegangen waren und haben gesagt, “Kommt in den Osten, da stehen die Häuser leer!“ In den ersten Maitagen wurde dann ganz viel besetzt. Als ich dann das erste Mal, Anfang Mai die besetzte Mainzer Straße gesehen habe, dachte ich: ‚Ja, so habe ich mir das vorgestellt.’</p>

<p><img alt="Besetzung Lottumstr.10a, in Prenzlauer Berg - 16. Jaanuar 1990" src="http://www.ostblog.de/04-16-Jan-90-Lottumstr.10a.jpg" width="480" height="399" /><br />
<i>Am 16. januar 1990 wurde das haus Lottumstr. 10a besetzt. Das Bandito Rosso ist bis heute (2012) eines der wichtigsten Treffpunkte der Linksradikalen Szene</i></p>

<p><b>Heinke:</b> Ja ich kann dir da auch nur Recht geben. Ich glaube, die große Welle hatte auch was mit dem Wetter zutun. Also so ab Mai und April. Naja, es war wärmer. Also im Januar, das war schon ´ne andere Nummer. Und im späten Frühling: Da machte es nichts, wenn die Scheiben kaputt waren. Das ließ sich auch so aushalten, für die erste Zeit. Also ich meine, das Wetter spielte auch ´ne Rolle. Und wir waren zum Beispiel aus unserem Haus, fast alle aus dem LAI.</p>

<p><b>Dietmar:</b> Was ist denn das LAI?</p>

<p><b>Heinke:</b> Latein Amerika Institut. Also der erste Sprung kam aus dem Unistreik. Da gab es ein Potential an gemeinsamen Organisationen. Das war 1988.. Eine Gruppierung kam ja auch aus dem Uni Streik. Und dann zog eine Gruppe aus einer Fakultät eben in ein Haus und der Rest füllte sich dann nach und nach auf. Und bei uns war das total auffällig, dass das nur Wessis waren. Wir hatten dann damals da den Quoten-Ossi wohnen. Das war einer. Ich fand das total auffällig, dass es damals Häuser gab, wie die Lottum, wo klar war, die kommen alle aus dem Osten. Und dann Häuser wie unseres, wo fast alle aus dem Westen kamen. Es gab eben wenig Mischung.</p>

<p><b>Dietmar:</b> Die Osthäuser waren dann ja auch recht schnell, provokant gesagt, in der Minderheit. Mit so einer Invasion hatte man ja, beim Schreiben des Aufrufs, gar nicht gerechnet. [GELÄCHTER]</p>

<p><b>Molti:</b> Also wir waren total froh darüber.</p>

<p><b>Wolfram:</b> Invasion, das ist ein Wort. Das hast du jetzt aus dem Zusammenhang der jüngeren Zeit. Davon haben wir damals nicht gesprochen. Das waren ja auch nicht so viele. Aber es waren so viele leere Häuser. Das ist einfach eine statistische Angelegenheit. Außerdem waren wir damals eigentlich alle relativ froh. Wir kochten nicht mehr im gleichen Saft. Weder im eigenem Saft der KVU noch sonst welcher Zusammenhänge.</p>

<p><img alt="linie206 30.04.2010" src="http://www.ostblog.de/04b-linie206.jpg" width="480" height="476" /><br />
<i>Das ehemals besetzte Haus Linienstraße 206 in Berlin - Mitte am 30.04.2011</i></p>

<p><b>Michl:</b> Wir sind ja auch vom Westen in den Osten gekommen. In meiner Erinnerung war ich damals in einer Bezugsgruppe, die Aktionen und Demos mit organisiert hat. Und zwar die Aktion gegen den Internationalen Währungsfond. „I-W-F  –  Mördertreff“ war der Slogan. Und da sind wir dann in den Osten gezogen. Und da haben wir alle gedacht, da gibt es jetzt bestimmt Integrationsprobleme. Aber das gab es eben nicht. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen, speziell von der Lottumstraße, was dann auch unser Schwesternhaus war. „Empfangen“ kann man geradezu sagen. Da gab es Partys dann im Osthaus. Es gab ein Osthaus und wir waren das Westhaus. Bei uns waren nur Wessis, da waren nur Ossis. Aber wir kamen uns irgendwie willkommen vor.</p>

<p><b>Dietmar:</b> Nachdem diese Besetzungen mehr oder weniger von statten gegangen sind, wie ist das dann gelaufen? Wie habt ihr euch organisiert? Wie habt ihr euch dort eingerichtet? Hatte jeder seine eigene Wohnung oder gab es da nur Schrott? Wie muss man sich denn das Wohnen in einem besetzten Haus vorstellen?</p>

<p><b>Michl:</b> Wir hatten eigentlich relativ schnell das Problem, dass wir zu viele Leute waren. Wir mussten aufteilen und so ein bisschen organisieren, dass es politisch korrekt sei. Das jeder ein Raum zu Verfügung hat oder ob zwei in einem Raum leben können oder wie immer man das aufteilt. Das war von Anfang an so ein Problemchen. Wir haben uns dann nach vielen Diskussionen darauf verständigt: „Soviel Räume soviel Leute“ und mehr nicht.</p>

<p><b>Maja:</b> Und was habt ihr mit den anderen Leuten gemacht, die zu viel waren?</p>

<p><b>Michl:</b> Die haben wir erst gar nicht rein gelassen. Und wenn, dann nur so temporär.</p>

<p><b>Molti:</b> Bei uns war das so, dass wir von vornherein gesagt haben, ein Erwachsener, ein Zimmer. Natürlich gab es auch Ausnahmen.</p>

<p><b>Heinke:</b> In der Brunnen hatten wir das Glück, es war ein Riesenhaus. Viel Platz. Wir haben uns eher runtergeschrumpft. Wir haben mit 25 in einer Küche angefangen und dann gemerkt, das wir irgendwie zu viele sind, wir mussten in Schichten essen, weil sonst nicht jeder am Tisch sitzen konnte. Und dann sind wir von  25 auf 20 und dann noch ein bisschen weiter runter. Dann hatten wir eigentlich viel Platz. Wir hatten alle Modelle dabei, von „Ich will auf gar keinen Fall im eigenem Zimmer schlafen, ich will das teilen.“ bis zu „Mir ist das Zimmer zu klein, ich hau die Zwischenwand raus.“ Da gabs eigentlich alles.</p>

<p><b>Rüdiger:</b> Ich wollt nochmal ergänzen, wir hatten am Anfang ja schon Diskussionen, ob kollektive Wohnräume, sprich gemeinsam schlafen. Wir hatten da schon sehr heftige Diskussionen. Und dieses „Eine Person, ein Raum“, das haben wir von Anfang an nicht so richtig durchgezogen. Wir haben halt schon zu zweit oder zu dritt, über einen längeren Zeitraum, gemeinsam in einem Zimmer gewohnt. Und das hat auch gut funktioniert. Und ich sag mal, „Eine Person, ein Raum“, das kam erst später. Das jeder eher diesen Freiraum brauchte und eigene Sachen braucht. Zum Anfang war das super gut, gemeinsam in einem Zimmer zu schlafen. Da war es scheiß egal, da war dieser Anspruch nicht da: „Ich brauch jetzt ein eigenes Zimmer!“.</p>

<div style="width: 240px; margin: 0px 10px 5px 0; float:left;">
<img alt="Brunnenstarße 7.jpg" src="http://www.ostblog.de/04c-brunnen7.jpg"  width="240" />
<i>Eingang zum ehemals besetzten Haus Brunnenstraße 7 in Berlin Mitte</i>
</div> <b>Heinke:</b> Ich erinnere mich auch, dass wir uns viel weniger in den Räumen aufgehalten haben. Das war einfach nur zum schlafen. Da war sowieso viel zu tun. Miteinander zu tun. Ich erinnere mich nicht daran, dass es so etwas gab wie „Okay, ich mach mir jetzt mein Zimmer schick.“ Das war so etwas, was ganz hinten dran stand.

<p><b>Michl:</b> Bei uns waren ja nicht alle Zimmer bewohnbar. Wir hatten viele Zimmer, die Ruinen waren. Die konnten eh nicht genutzt werden. Insofern hat sich das alles verschoben.</p>

<p><b>Wolfram:</b> Ich kann mich nicht erinnern, dass es überhaupt eine Diskussion gab. Es war klar, dass es Gemeinschaftsräume gibt. Da gab es gemeinsamen Kaffee. Und dann gab es die Gemeinschaftsküche. Aber ob darüber diskutiert wurde, ob man gemeinsam in einem Raum pennt, daran kann ich mich nicht erinnern. Weil, das entsprach nicht unserer Lebenswirklichkeit, weil ansonsten funktionierte es, wie jedes andere selbstverwaltete Projekt oder Objekt auch. Aber eine Diskussion darüber, ob jeder ein eigenes Zimmer haben darf, hat es nie gegeben. Und wenn das Haus voll war, war es voll. Punkt.</p>

<p><b>David:</b> Ich habe mir immer nur Räume mit jemanden geteilt. Und zwar mit irgendwelchen „Herren“, mit denen ich keine Beziehung hatte. Wir waren ja viele Gruppen. Und dann kamen ja noch die Mainzer und die Uni-Leute. Das waren ganz verschiedene Zusammenhänge. Und das fand ich eigentlich das Grandiose. Innerhalb dieses Hauses, dieses Zusammenraufen, mit Leuten, die du gar nicht kanntest. Und überlegen, wie machen wir das denn jetzt. Hoch ambitioniert. Es gab sogar, glaube ich,  Klotürendiskussionen, die, im Nachhinein, natürlich völlig absurd sind, aber sehr lustig waren. Immer mit diesem Ernst geführt worden sind. Wie weit kann ich gehen. Wie weit kann ich gehen, um das mal alles in die Luft zu jagen und zu gucken, wie will ich denn jetzt leben. Das fand ich grandios, weil es immer so gut geklappt hat.</p>

<p><b>Natalie:</b> Wir hatten uns ja schon als Frauen abgegrenzt. Wir hatten oben unsere Frauenetage. Ernsthaft. Und da durften die Männer auch nicht aufs Klo gehen. Und das wars schon…Ich bin ja erst später rein, aber da war es schon so mit der Etage und dem Klo.</p>

<p><b>Wolfram:</b> Aber das hat vielleicht auch mehr  damit zu tun, dass dieser Unterschied deutlich wird. Das wir Häuser besetzt haben, aus einem politischen Interesse heraus oder um mehr Freiräume zu haben. Und ihr wolltet eine bürgerliche Gesellschaft überwinden, also das, was ihr von zu Haus kanntet.</p>

<div style="width: 240px; margin: 0px 0px 10px 5px; float:right;">
<img alt="Hausbesetzer auf einem Dach in der Kreutziger Straße, Berlin Friedrichshein" src="http://www.ostblog.de/05-kreutziger.jpg"  width="240" /><br />
<i>Hausbesetzer auf einem Dach in der Kreutziger Straße, Berlin Friedrichshein"</i></div>
<b>Natalie:</b> Nee! Wir wollten eine Frauenbewegung! Wir kamen ja auch aus einer politischen Bewegung heraus, aus Fraunenzusammenhängen. Oder aus der Antifa und da mit den ganzen Machos zutun zu haben und sich abgrenzen zu müssen. Ich kam eher aus der Antifa und musste mich mit diesen ganzen Cowboys rumschlagen. Und daher kamen wir. Das war nicht aus so einer bürgerlichen Perspektive! Das war schon so, sehr politisch!

<p><b>Dietmar:</b> Vielleicht kann man doch sagen, dass sich Ost und West schon unterschieden hatten?  Dass die Linken aus dem Osten einen ganz anderen Background hatten, dass die Geschlechtertrennungsdiskussionen, die in den 80er Jahren in der Autonomen Linken im Westen total abgegangen sind, für uns im Osten gar kein Thema waren?  In der Lottumstraße 10A war immer alles gemischt. Da gab es kein Frauenklo und Männerklo. Bis auf einmal: Da gab es diese Diskussion, als ein Wessipaar aus der Kastanie bei uns eingezogen ist. Und die fingen sofort an, Diskussionen  anzuzetteln. Von wegen, „hundefreie Etagen“, „Frauenklo“, „Veganerkühlschrank“. Ja, so was. Das Ding war aber ganz schnell durch. Die sind nach einem halben Jahr wieder ausgezogen. [GELÄCHTER]</p>

<p><b>Natalie:</b> Aber das war auf jeden Fall so eine Kopfgeburt. Ich weiß noch, als wir mit euch diese Hiddenseefahrt gemacht haben. Wie locker ihr wart und wir so total verklemmt. Und ihr so nackt.<br />
Und also auch total das Klischee.  Auch am Strand. Und wir, trotz Frauenbewegung: „Uh, die ziehen sich ja alle aus.“ [ALLGEMEINES GEWUSEL und GELÄCHTER]</p>

<p><b>Wolfram:</b> Aber das ist das, was Dietmar meint.</p>

<p><b>Natalie:</b> Genau.</p>

<p><b>Heinke:</b> Für uns war die Geschlechtertrennung eigentlich von Anfang an da, weil wir ein ganzes Frauen/Lesbenhaus im Komplex hatten. Wir hatten ja mehrere Aufgänge. Und das ist jetzt immer noch da. Andere WG`s haben sich erst später in Frauen- und Männer-Gruppen getrennt. Wir haben ja zum Beispiel Leute aus geräumten Häusern aufgenommen, zum Beispiel der Lübbener  und die kamen gemischt zu uns. Das dauerte ein Jahr und dann haben sie sich total gestritten und wollten unbedingt eine Küchen- und WG-Trennung machen, also Frauen und Männer getrennt. Jetzt haben wir Gemischte Gruppen und Frauengruppen bei uns wohnen.</p>

<p><img alt="Die besetzten Häuser in der Mainzer Strasse - Sommer 1990" src="http://www.ostblog.de/06-Mainzer-Strasse.jpg" width="480" /><br />
<i>Die besetzten Häuser in der Mainzer Strasse, Berlin Friedrichshein - Sommer 1990</i></p>

<p><b>Michl:</b> Bei uns war das eher andersrum. Was mich schwer irritiert. Bei uns gab´s das gar nicht und wir haben uns eigentlich gut verstanden. Es gab gar nicht die Differenzen, dass man etwas hätte aufteilen müssen. Man hat es dann aber irgendwie doch gemacht. Was mir nicht gepasst hat, als Mann.  [GELÄCHTER]  Was natürlich gar nicht geht. Weil …</p>

<p><b>Rüdiger:</b> Da haste dich diskriminiert gefühlt?</p>

<p><b>Michl:</b>  Total. Da hab ich in ein Wespennest gestochen. [GELÄCHTER] </p>

<p><b>Wolfram:</b> Du hast nicht begriffen, dass du strukturell der Herrscher bist. [LAUTES GELÄCHTER und DURCHEINANDER]</p>

<p><b>Michl:</b> Ich bin jedenfalls von einem Fettnapf in den nächsten getreten.</p>

<p><b>Maia:</b> Von einem Fettnapf in den nächsten?</p>

<p><b>Michl:</b> Na ja, weil ich als Mann im Grunde dafür gewesen bin, dass man die Frauenetage auflöst. <br />
[GELÄCHTER]  Was schwierig ist.</p>

<p><img alt="Hausbesetzerdemo" src="http://www.ostblog.de/07-hausbesetzerdemo.jpg" width="480" height="334" /><br />
<i>Hausbesetzerdemo</i></p>

<p><b>Andrej:</b> Bei uns war das anders. Was ein gutes Beispiel dafür ist, dass die Westhäuser nicht alle gleich waren. Wir waren eine ziemlich junge Gruppe, die ins Hinterhaus gezogen ist. Und das Vorderhaus wurde dann ziemlich schnell von Westlern angeeignet, die dann im Prinzip ihre WG dort gegründet haben. Das waren zum Teil  Leute gewesen, die vorher in der Westberliner Marchstraße gewohnt haben und diesen Räumungsstreik miterlebt haben, wo die sich alle gegenseitig rausgeschmissen haben. Und die wollten tatsächlich nicht mehr in einer großen Gruppe wohnen. Und das war dann so ganz typisch: Die Westberliner WG´s im Vorderhaus und die Ostberliner im völlig rotten Hinterhaus. Und bei dem Vernetzungstreffen der Besetzten Häuser haben wir dann gemerkt, dass wir in unserem Hinterhaus die einzige Hausbesetzergruppe in Mitte waren, die ausschließlich aus Ostdeutschen bestand. In Prenzlauer Berg war das anders, da fand man ja schnell Gruppen, z.B. in der Lottum, die auch große Ostgruppen waren. Aber das war bei uns eigentlich am Anfang der zentrale Konflikt, ob Frauen und Männer gemischt spielte nicht so ´ne große Rolle, wie das Merkwürdigfinden, dass da Leute sich Hausbesetzer nannten, die aber Sachen gemacht haben, die wir damit gar nicht in Verbindung brachten. So etwas, wie diese sozialen WG's: Sofort nach dem Einzug ´ne eigene Küche und Schloss vor die Tür, dann aber nicht zum Hausplenum erscheinen, wenn besprochen wurde, die Haustür vor gefürchteten Naziüberfällen zu verbunkern. </p>

<p><b>Dietmar:</b> Es ging, zumindestens bei euch und ich glaube auch in den anderen Häusern, darum, kollektive Strukturen zu schaffen. Privateigentum an Wohnraum ist in diesen Projekten gar nicht angesehen gewesen? Und wenn dann nur sehr reduziert? Oder sehe ich das falsch? Also Großraum WG's mit Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsbad und wenn überhaupt, einen Fernseher für alle. War das generell so? Ich kann zum Beispiel sagen, dass es bei uns in der Lottum 10A um kollektives Wohnen ging. Aber im Hinterhaus, das auch besetzt wurde, die sich auch an den Verhandlungen beteiligt haben, bei denen hatte von Anfang an jeder seine eigene Wohnung, also da ging es eher um Privatisierung. Und in unseren Nachbarhäusern, also Lottum 8, 9, 10, 26, war das genauso. Die haben zwar auch Haus-Plena gehabt, aber da ging es eher um Organisatorisches. Ansonsten hatte da jeder seine eigene Wohnung. Aber bei euch war das anders? Ihr wolltet da ganz klar eine neue Form von Leben schaffen?</p>

<p><img alt="Hausbesetzerdemo" src="http://www.ostblog.de/08-hausbesetzerdemo2.jpg" width="480" height="331" /><br />
<i>Hausbesetzerdemo</i></p>

<p><b>Molti:</b> Bei uns war das 50:50. Es gab 1-Raum-Wohnungen und es gab 3-Raum-Wohnungen. Insgesamt vier auf einer Etage. Die 1-Raum-Wohnungen wurden relativ schnell zu separaten Wohnungen mit einer Küche. Dort wohnten dann vielleicht zwei Leute und das war dann ihr Refugium. Aber es war nicht privat. So eine gleiche Struktur gab es auch im Hinterhaus. Es gab nie einer Trennung zwischen Vorderhaus und Hinterhaus, in dem es nur 1-Raum-Wohnungen gab. Und die Leute wechselten dann immer. Wir hatten insgesamt 4 oder 5 Küchen. Und wer dann mal mit irgend jemanden nicht mehr konnte, wechselte dann die Küche und aß woanders weiter,  also: „Bäumchen wechsel dich“. Es hat aber funktioniert. Es wurde beides toleriert, separate Küche und Küche mit mehreren Leuten zusammen. Es gab bei uns auch sehr lange einen Gemeinschaftsraum, der frei gehalten wurde, bis wir die Verträge bekommen haben. </p>

<p><b>David:</b> Diese ganzen Raumdiskussionen. Ich hab das dann eher wegen den Leuten gemacht, wie dann da alles rumgeschoben wurde, mit der Großküche oder sonst was. Ich fand das eigentlich immer alles relativ egal, uninteressant im Vergleich zu anderem. Ich habe vorher schon mal in so einem Haus gewohnt, in Westdeutschland, allerdings nur mit Kerlen. Da ging es ein bisschen anders zu, mit unpolitischen Männern. Sich noch einmal darauf einzulassen, mit solch einer großen Gruppe zu leben, was wir bis heute eigentlich ganz gut hin bekommen haben, alle. Ohne das wir noch zusammen leben, ist das Netzwerk noch da und das zeigt für mich einfach, dass wir das sehr gut hin bekommen haben.<br />
<b>Natalie:</b> Aber ich finde auch, dass wir weniger Probleme hatten, als um uns herum noch soviel los war.  Der ganze politische Umbruch, Wiedervereinigung und das Kennenlernen vom Osten. Und dann, als es ruhiger wurde, also nach 3 oder 4 Jahren, ging es innerlich mehr ab.</p>

<p><img alt="Vertragsverhandlungen am Runden Tisch Prenzlauer Berg 1991" src="http://www.ostblog.de/09-runder-tisch-prenzlberg.jpg" width="480" height="300" /><br />
<i>Vertragsverhandlungen am Runden Tisch Prenzlauer Berg - 1991</i></p>

<p><b>Rüdiger:</b> Das finde ich auch. Am Anfang ging es schon um Gedanken wie Kollektiv zu leben, Gemeinschaftsküche, Zusammenwohnen usw. Also nicht vom Kopf her, so wenig Eigentum wie möglich, das hat eigentlich gar nicht interessiert. Man wollte halt zusammen kochen. Und als die Bedrohung von außen abgenommen hat, als wir dann alle z.B. Verträge hatten, hat sich das ganz klar auf das Zusammenleben ausgeprägt. Man hat dann überlegt, welchen Job, was will ich haben? Da ist dann jeder eher seinen Weg gegangen. </p>

<p><b>Andrej:</b> Wie lange war das?</p>

<p><b>Rüdiger:</b> Ich weiß nicht, wir sind 1990 rein und die ersten 3 Jahre waren absolut prägend. 93/94, da war ich ja dann raus, aber da gab es dann die Überlegung, die Großküche abzuschaffen und jeder eine eigene Küche. Und als ich dann wieder eingezogen bin, haben sich die WG's gesucht und gefunden. Wer passt noch zusammen, da gab es dann schon so innerliche Konflikte und Kämpfe.</p>

<p><b>Andrej:</b> Nach 2 Jahren, fing das auch bei uns an zu bröckeln. Und ich glaube, das lag daran, dass in Zeiten des Ausnahmezustandes die Kollektivität sehr gut geklappt hat. Das Haus besetzen, das Ding bewohnbar machen. Dann haben wir irgendwann die Gewerberäume unten in eine Kneipe, das KDW, umgebaut. Da mussten wir auch viel Arbeit rein stecken und viele lange Debatten führen. Soll das jetzt eigentlich eine Kneipe oder ein Infoladen werden. Den Infoladen brauchte aber irgendwie niemand und dann ist es doch eher so eine Art Veranstaltungsraum geworden. Und das hat so 2 Jahre gedauert und dann sind wir eigentlich in eine Art Loch gefallen, weil es nichts gab, was man so unbedingt machen musste. Es gab halt schon Routine: Wer macht abends den Thekendienst? Oder: Samstag ist schon wieder Konzert von irgendeiner Punk Band aus dem Nirgendwo, muss ich da an der Theke stehen oder den Einlass machen? Das heißt, dass aus den Perspektiven auch schon wieder so eine Art Privatisierung einsetzte und die war auch damit verbunden, dass manche meinten, lass uns mal wieder die Wohnungen tauschen oder, ich will lieber mit dem und dem zusammen wohnen. Wir hatten halt nur so Durchgangszimmer und da war es dann halbwegs sinnvoll zu sagen, da sollen nur zwei Leute, die sich halbwegs vertragen, hintereinander wohnen. Das spielte aber vorher alles keine Rolle. Das setzte erst ein, als die großen Sachen, die man zusammen machen musste, beendet waren. Ich glaub, das war bei euch so ähnlich.</p>

<div style="width: 240px; margin: 0px 0px 10px 5px; float:right;">
<img alt="Fehrbelliner Straße im Jahr 2011" src="http://www.ostblog.de/10-yuppi.jpg" width="240" /><br />
<i>StreetArt an einer Hausfassade in der Fehrbelliner Straße, Berlin - Mitte im Jahr 2011</i></div>
<b>Molti:</b> Bei uns war es so gewesen, dass wir uns schon alle vorher kannten. Für uns war klar, wir werden jetzt hier kein Kampfhaus. Wir stellen uns jetzt nicht in die Häuserfront ganz vorne hin, weil wir immer wussten, dass Wohnen weitaus mehr als „gemeinsam kämpfen“ ist. Deswegen standen wir immer einen Schritt zurück. Wir haben halt nicht alles mitgemacht. Wir haben nicht alle Kampagnen, die der Besetzer-Rat beschlossen hat, und die andere Häuser vertreten haben, mitgemacht, weil wir meinten, dass das unsere Struktur belastet. Und deswegen ist bei uns, als diese ganzen Kampagnen zu Ende waren, also die hohe Zeit der Hausbesetzer, oder als Silvio von Nazis umgebracht wurde, was für uns zusätzlich ein tiefer Einschnitt war, dann nicht alles bei uns zusammengebrochen. 

<p>Fortsetzung folgt …<br />
</div></p>]]>
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    <title>Erneut rassistischer Übergriff in berlin Prenzlauer Berg</title>
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    <published>2012-01-12T13:20:40Z</published>
    <updated>2012-01-12T16:09:47Z</updated>
    
    <summary>Am Morgen das 8. Januar 2012 kam es am U-Bhf. Eberswalder Straße, Prenzlauer Berg erneut zu einem rassistischen Übegriff. Der 23. jährige Hamid-Tahar A. wird von drei jungen Männern erst rassistisch beleidigt und wenig später brutal von ihnen zusammengeschlagen. Sie...</summary>
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        <name>Bolk</name>
        
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            <category term="Politik" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p>Am Morgen das 8. Januar 2012 kam es am U-Bhf. Eberswalder Straße, Prenzlauer Berg erneut zu einem rassistischen Übegriff. Der 23. jährige Hamid-Tahar A. wird von drei jungen Männern erst rassistisch beleidigt und wenig später brutal von ihnen zusammengeschlagen. Sie brechen Hamid das Nasenbein und fügen ihm einen gefährlichen Halswirbelriss zu - eine Vorstufe zum Genickbruch wie später Ärzte bestätigen.</p>

<p>Nach Aussage des Opfers soll der Zwischenfall folgendermaßen abgelaufen sein: Zwischen 5 und 6 Uhr am Morgen spricht Hamid-Tahar A. eine Frau an und lädt sie auf einen Kaffee ein.<br />
Drei Junge Männer, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls an der Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee befinden, bekommen das Gespräch aus der Ferne mit und kommentieren es mit rassistischen<br />
Parolen. „Lass unsere Frauen in Ruhe, Ausländer geh nach Haus, dorthin, wo du hergekommen bist“. Nach einer verbalen Auseinandersetzung wurde er von einem der Drei niedergeschlagen und so heftig gegen den Kopf getreten, dass dieser mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Derzeit liegt er auf der Intensivstation - sein Zustand ist laut Ärzteaussagen immer noch kritisch. </p>

<p>So entpuppt sich die Etikettierung des Prenzlauer Bergs als "Multi-Kulti-Kiez" einmal mehr als touristischer Marketing-Mythos, denn auch hier sind rassistische Übergriffe bittere Realität - mit möglicherweise tödlichen Folgen für deren Opfer. Verkehrs- und Publikumsknotenpunkte wie der S-Bahnhof Schönhauser Allee und der „Feierkiez“ rund um den U-Bahnhof Eberswalder Straße waren in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von Übergriffen. So wurde z.B. Anfang Dezember 2011 ein homosexuelles Paar vor einem Supermarkt am S-Bahnhof Schönhauser Allee von einer Gruppe Jugendlicher bespuckt und geschlagen.</p>

<p>Unter dem Motto "Wenn Rassisten zuschlagen, sorge dafür, dass sie es nie wieder tun!" ruft das Bündnis "Zusammen handeln!" zu einer Demonstration und zu Spenden für das Opfer auf.</p>

<p>Demonstration: <br />
Fr. 13. Januar 2012 | 17.30 Uhr | S-Bhf. Schönhauser Allee | Berlin<br />
Infos unter: <a href="http://www.nea.antifa.de" target="_blank">www.nea.antifa.de</a></p>

<p>Spendenkonto:<br />
Berliner VVN-BdA e.V., Postbank Berlin, BLZ: 100 100 10, Konto: 315 904<br />
105, Betreff: Hamid</p>]]>
        
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    <title>Neues Bildarchiv zum Thema Ostblock</title>
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    <published>2012-01-11T16:01:03Z</published>
    <updated>2012-01-11T18:03:36Z</updated>
    
    <summary>Interessant: Gerade ist ein Bildarchiv mit dem abgeschlossenen Sammelgebiet Ostblock online gegangen. Betreiberin ist die Rostocker Bildagentur Eastblockworld.com. Sie kann, nach eigenen Angaben, auf ein physikalisches Archiv von ca. 1 Millionen Bilder zum Thema Ostblock (Schwerpunkt DDR und UdSSR) zurückgreifen....</summary>
    <author>
        <name>A.S.H.</name>
        
    </author>
            <category term="Kultur" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p>Interessant: Gerade ist ein Bildarchiv mit dem abgeschlossenen Sammelgebiet Ostblock online gegangen.<br />
Betreiberin ist die Rostocker Bildagentur <a href="http://www.eastblockworld.com">Eastblockworld.com</a>. Sie kann, nach eigenen Angaben, auf ein physikalisches Archiv von ca. 1 Millionen Bilder zum Thema Ostblock (Schwerpunkt DDR und UdSSR) zurückgreifen.</p>

<p><a href="http://www.eastblockworld.com">www.eastblockworld.com</a></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Am Sozialkitsch vorbei</title>
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    <id>tag:www.ostblog.de,2012://1.2903</id>
    
    <published>2012-01-11T12:13:34Z</published>
    <updated>2012-01-11T17:38:35Z</updated>
    
    <summary>“Ziemlich beste Freunde / Intouchables” von Eric Toledano und Olivier Nakache Angelika Nguyen für ostblog.de Nach einer wahren Begebenheit, betont das Presseheft. Aus gutem Grund, denn die Geschichte von Driss und Philippe ist unglaublich. Driss ist ein junger Schwarzer aus...</summary>
    <author>
        <name>A.S.H.</name>
        
    </author>
            <category term="Kultur" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p><strong>“Ziemlich beste Freunde / Intouchables” von Eric Toledano und Olivier Nakache</strong><br />
<em><br />
Angelika Nguyen für ostblog.de</em></p>

<p>Nach einer wahren Begebenheit, betont das Presseheft. Aus gutem Grund, denn die Geschichte von Driss und Philippe ist unglaublich. </p>

<p>Driss ist ein junger Schwarzer aus einem Hochhausviertel von Paris und vormals aus Marokko, Philippe ein Weißer Mitte 50 mit Millionen auf dem Konto. Driss wohnte gerade 6 Monate in einer Gefängniszelle, Philippe hat ein Stadtpalais. Philippe ist querschnittsgelähmt, Driss wird von seiner Mutter auf die Straße gesetzt. Philippe braucht einen Pfleger, Driss eine Unterschrift fürs Sozialamt.</p>

<p>So gerät der mittellose Einwanderer an den reichen Franzosen und zieht während eines Bewerbungsmarathons eine lässige Show in der Sprache der Straße ab, die Philippe in der langweiligen Obhut aus kultivierten Hausangestelllten erfrischt und erfreut. </p>

<p><iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/nAB92nnvzSk?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>So wird Driss der Held wider Willen. Als er die Unterschrift am nächsten Tag abholen will, werden ihm statt dessen seine Aufgaben und seine Unterkunft gezeigt, die größer ist als drei Sozialwohnungen zusammen. Driss lernt zwar all die Fertigkeiten, die zur Pflege eines Querschnittsgelähmten nötig sind, aber nicht das ist das Entscheidende. Das Temperament des Gelähmten ist nämlich noch lebendig, findet nur kein Ventil. In Driss’ Unverblümtheit, seiner Unkorrektheit, seiner Direktheit findet unverhofft der Adlige, was er braucht.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Was Philippe sich von Driss erhofft, ist in keinem Lehrbuch für Behindertenpflege zu finden, statt dessen stellt ihm Driss peinliche Fragen (Wie ist das eigentlich mit Sex bei dir?), dreht ihm einen Joint und holt den nicht rollstuhlgerechten Maserati aus dem Fuhrpark des Reichen. </p>

<p>Höhepunkt und heikle Szene des Films zugleich ist die temperamentvolle Tanzeinlage, die Driss zu “Earth, Wind and Fire” auf Philippes Geburtstagsparty hinlegt. <br />
Ein Straßenjugendlicher der Banlieues, ausgestattet noch mit einem Rest Wildheit aus Afrika, der mit unverbildeter Lebensfreude frustrierte Reiche in Europa wieder auf Touren bringt?  Wie der Film in ein solches Sozialmärchen - wahre Begebenheit hin oder her - hätte abdriften können, ist hier zu spüren. In dieser Tanzszene kippt kurz die Balance. Da kommt zeitweilig Unbehagen auf. Philippes Begeisterung bleibt da minutenlang widerspruchlos - kurz scheinen Dynamik der Geschichte und ihre geschickte Flucht vor dem eignen Sujet stillzustehen.</p>

<p>Schwächer wird der Film auch, wenn er Sozialkritik üben und mehr erzählen will als die beiden, zum Beispiel die Dekadenz der Oberschicht, für die Kunst nur Geld bedeutet. Solche Lektionen sind überflüssig. Ansonsten schafft es der Film, seine Fallen zu umgehen, wird in atemberaubendem erzählerischen Tempo an beinahe jeder Kitschgefahr vorbei inszeniert. Komödische Leichtigkeit hilft und dass die Figuren sich über ihren Schmerz hinweg helfen, indem sie sich notfalls selber nicht ganz ernst nehmen.<br />
Das beginnt schon mit dem originellen Anfang des Films.<br />
Ein schwarzer junger Mann steuert mit mehr als überhöhter Geschwindigkeit einen Sportwagen durchs nächtliche Paris, neben sich einen distinguierten Weißen, der sein Vater sein könnte. Auf die Verfolgung durch die Polizei reagieren beide Insassen mit aufreizender Gelassenheit. Völlig ungeklärt ist das Verhältnis der beiden zueinander. Das schafft hohe Anfangsspannung. Als das Auto der beiden umzingelt zum Stehen kommt, atmet man fast erleichtert auf: jetzt bekommen die Verkehrsrowdys ihre Strafe. Aber vor unseren Augen sprechen sich die beiden ab. Darauf simuliert der Ältere einen epileptischen Anfall, schaumig und tropfend schwappt ihm Speichel aus dem Mund, was der Fahrer ausnutzt, indem er die Polizisten anschreit, ob sie Schuld haben wollen am Tod seines Beifahrers, sie seien auf dem Weg ins Krankenhaus. Schuldbewusst fast eskortieren die Polizisten den Maserati zum nächsten Hospital. Kaum sind die Polizisten weg, lachen die beiden sich krank. “Ich weiß nicht, wo du dieses Zeug immer aus dir heraus holst.” lobt der Junge den Älteren und fährt vom Hospital weg.<br />
Da sind Driss, der Fahrer und Philippe, der Kranke, schon beste Freunde. <br />
Dann erzählt der Film in einer Rückblende die Geschichte der beiden. <br />
Soziale und psychologische Genauigkeit ist ebenfalls ein gutes Mittel der Filmemacher, die Freundschaft zwischen dem Armen und dem Reichen nicht als Märchen erscheinen zu lassen, sondern als glaubwürdige Begegnung zweier Menschen aus verschiedenen Welten, die einen Draht zueinander haben. </p>

<p>Zum Glück wird die Dienstzeit von Driss bei Philippe aus einem ganz hart realistischen Grund dann abrupt beendet: der von Bandenkämpfen gefährdete kleine Bruder von Driss bewegt diesen schließlich, in seine Welt zurückzukehren. </p>

<p>Danach wird der Film mehr ein biographischer Bericht, will noch erzählen, wie beider Beziehung und überhaupt ihr Leben weiterging. Das ist nicht mehr ganz so spannend.<br />
Es bleibt jedoch ein großes Erlebnis, Omar Sy (Driss) und Francois Cluzet (Philippe) als ungewöhnliches Duo gesehen zu haben, die Spannung zwischen dem Autodidakten und dem renommierten Schauspielprofi, dem Jungen und dem Alten, dem Schwarzen und dem Weißen. Das gibt ein paar magische Momente.</p>]]>
    </content>
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    <title>Hackerangriff auf das Indische Militär: Handy-Hersteller schufen Spitzelschnittstelle auf Smartphones</title>
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    <id>tag:www.ostblog.de,2012://1.2902</id>
    
    <published>2012-01-11T09:30:54Z</published>
    <updated>2012-01-12T13:04:13Z</updated>
    
    <summary>Die indische Hackergruppe &quot;Lords of Dharmaraja&quot; ist nach eigenen Angaben, in ein Netzwerk des indischen Militärs eingedrungen und hat Dokumente entwendet. Die Hacker haben nun diese Dokumente im Internet veröffentlicht. Demnach hätten Hersteller wie Research In Motion(Blackberry), Nokia und Apple...</summary>
    <author>
        <name>Bolk</name>
        
    </author>
            <category term="Politik" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p>Die indische Hackergruppe "Lords of Dharmaraja" ist nach eigenen Angaben, in ein Netzwerk des indischen Militärs eingedrungen und hat Dokumente entwendet. Die Hacker haben nun diese Dokumente im Internet veröffentlicht. Demnach hätten Hersteller wie Research In Motion(Blackberry), Nokia und Apple Hintertüren im Smartphones eingebaut. Dadurch soll es dem indischen Geheimdienst möglich sein, verschlüsselte E-Mails mitzulesen. Mit der Bereitstellung der Spitzelschnittstelle sollen die Smaartphone-Hersteller Zugeständnisse an das indische Militär gemacht haben, um eine Zugang zum Indischen Markt von über einer Milliarde Menschen zu erlangen.</p>

<p>Außerdem erklärten die Hacker, dass sie ebenfalls bei der Software-Firma Symantec eingedrungen seien. Dort hätten sie Quelltexte für die Antivirus-Software „Norton Antivirus“ gestohlen.</p>

<p>Erwartungsgemäß dementieren sowohl die Smartphone-Hersteller Apple und RIM als auch das indische Militär, den Einbau der  Hintertüren in die jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme.  Indischen Medien Zitieren einen Militärsprecher. Dieser erklärte, dass die im Internet veröffentlichten Dokumente gefälscht seinen.</p>

<p>Lediglich Symantec räumt ein, dass Hacker in ihre Computer eingedrungen wären. Allerdings seien die gestohlenen Quelltexte für Norton Antivirus-Versionen, die vier bis fünf Jahre alt wären und nicht mehr relevant seien.  </p>

<p>Die Hackergruppe "Lords of Dharmaraja" droht unterdessen mit weiteren Veröffentlichungen. Auf dem gehackten Server hätten sie Quellcodes von rund einem Dutzend weiterer Software-Firmen erbeutet. Diese Firmen hätten ein Abkommen mit dem indischen "Tactical Network for Cellular Surveillance (TANCS)"-Programm und dem Central Bureau of Investigation (CBI) unterzeichnet. Dadurch hätten diese Firmen das weitreichende Abhören von Mobilfunk- und Datenverkehr in Indien möglich gemacht.</p>

<p>Quelle: <a href="http://www.pcwelt.de/news/Spitzelschnittstelle-Staatliche-Mobilfunk-Spionage-in-Indien-4380680.html?<br />
r=46172561320557593&lid=156329" target="_blank">pcwelt.de</a> und <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808254,00.html#ref=rss" target="_blank">Spiegel online</a></p>]]>
        
    </content>
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    <title>Roter Stern Leipzig - Mehr als nur Fußball</title>
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    <id>tag:www.ostblog.de,2012://1.2901</id>
    
    <published>2012-01-09T17:12:15Z</published>
    <updated>2012-01-12T13:05:18Z</updated>
    
    <summary>von: Christoph Wittwer Der Rote Stern Leipzig 99 e.V. wurde im Frühjahr des Jahres 1999 im Conne Island gegründet. Begonnen wurde mit 2 Männermannschaften im Spielbetrieb der 3. Kreisklasse. Die Heimstätte der Sterne ist der Sportpark Dölitz unweit vom Stadtteil...</summary>
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    </author>
            <category term="Politik" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://www.ostblog.de/">
        <![CDATA[<p><strong>von: Christoph Wittwer</strong></p>

<p>Der Rote Stern Leipzig 99 e.V. wurde im Frühjahr des Jahres 1999 im Conne Island gegründet. Begonnen wurde mit 2 Männermannschaften im Spielbetrieb der 3. Kreisklasse. Die Heimstätte der Sterne ist der Sportpark Dölitz unweit vom Stadtteil Connewitz. Auf und neben dem Dölitzer Acker wurden in den letzten Jahren viele sportlich Erfolge gefeiert. So könnte die 1. Männermannschaft in diesem Jahr in die Bezirksliga (7. Liga) aufsteigen. Prima: wir können Träumen, in 7 Jahren wird der Rote Stern Leipzig Deutscher Fußballmeister sein.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Nun zur Realität. Geführt wird der Verein durch einen Vorstand. vertreten durch eine Präsidentin! Neben dem Vorstand gibt es einen Geschäftführer, Jugendwart, Platzwart und viele Freiwillige die diesen Verein ganz unterschiedlich unterstützen. </p>

<p><img alt="rsl.jpg" src="http://www.ostblog.de/rsl.jpg" width="250" height="283" style="float:left;" />Zurzeit spielen im Verein 13 Mannschaften im Spielbetrieb; von der 1. Männermannschaft, Alte Herren, Frauenteam, Jugendmannschaften über Freizeitteam zu den Bambinis. Die Nachwuchsarbeit ist in den letzten Jahren sehr gut angelaufen. So ist der Verein an der Grundschule in Connewitz fest verankert und hat dort eine Fußball AG.<br />
Auch Volleyballer, Läufer oder Radfahrer sind für den Verein bereits aktiv geworden. So gibt es seit einigen Monaten ein Radsport - Freizeitteam was sich unregelmäßig zu kleinen Radtouren oder Radrennen trifft.</p>

<p>Einens der größten Probleme der Sterne ist die ungeklärte Frage nach einer geeigneten Sportstätte mit ausreichenden Spielfeldern und großem Sozialtrakt. Zurzeit trainieren die verschiedenen Mannschaften auf unterschiedlichen Plätzen rings um den Stadtteil Connewitz. Dies ist für die Verantwortlichen im Verein sowie Spieler, Trainer und Fans jedes Jahr eine immense Herausforderung um die Trainings und den Spielbetrieb abzusichern. Seit Jahren gibt es Versuche mit dem Land Sachsen und der Stadt Leipzig das Problem der Spielstädte zu lösen. Die Stadt Leipzig hat kein geeignetes Objekt, welches der Rote Stern nutzen könnte, damit bleibt nur auf die Kulanz der anderen Vereine auf Nutzung der Spielplätze zu hoffen. <br />
Der Verein finanziert sich klassisch durch monatliche Beiträge, Spenden sowie Sponsoren, die meist im Stadtteil ansässig sind. Die Webseite der Fans wurde im Januar 2011 bereits einmilionmal besucht. Das Angebot der Webseite umfaßt zurzeit Termine, Ergebnisse sowie Spielberichte.</p>

<p>Neben dem allgemeinen Spielbetrieb werden Veranstaltungen, Vereinsfeste, Lesungen, Konzerte sowie Auswärtsfahrten vom Verein organisiert. Zum Vereinsfest 2011 kamen insgesamt 1200 Fans. Zu den Heimspielen kommen im Schnitt einige hundert Zuschauerinnen. Zurzeit gibt es im Sportpark Dölitz zwei Bierwagen und zwei Grillstände sowie eine manuelle Anzeigetafel. Ein weiteres Projekt ist der Spielplatz für die Kleinen im Sportpark.<br />
Wer Lust auf Vereinsarbeit hat, hat die Möglichkeit zum Plenum am Donnerstag im Fischladen aufzuschlagen. Dieser ist Treffpunkt für Fans, Mannschaften, Fußballklotzer, Merchandisartikel-Erwerber sowie Vereinsmeier. Der Verein sucht ständig Trainer, Schiedsrichter sowie Wimpelmänner, Sponsoren und Mitstreiterinnen die vielleicht noch Zeit und Lust haben.</p>

<p>Der Rote Stern 99 e.V. ist gut mit verschiedenen bundesweiten Initiativen z.B. Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF) oder dem Projekt Ballarbeit vernetzt. </p>

<p>Seit Jahren wird die Vereinsarbeit auch mit Auszeichnungen gewürdigt. So bekamen die Sterne im Jahr 2009 den sächsischen Demokratiepreis sowie im Jahr 2010 den Julius Hirschpreis des Deutschen Fußballbundes überreicht. </p>

<p>Problemstisch war und ist, dass der Verein regelmäßig mit Angriffen durch Neonazis, Freie Kräfte, Hooligans oder NPDler zu tun. Ein Teil dieser Angreifer kommen aus dem Umfeld des Vereines 1. FC Lok Leipzig. Dieser Verein war zu DDR Zeiten eines der Aushängeschilder des DDR Sports. Der größte Erfolg war das Erreichen des Europapokalfinales 1987. Nach der Wende wurde der Verein in VFB Leipzig umbenannt und spielte kurz in der Bundesliga und machte mit rechtsradikalen Fans, Hooligans, Finanzproblemen sowie Insolvenzen Schlagzeilen. Im Dezember 2003 wurde der 1. FC Lok Leipzig neu gegründet. Als erster Vorsitzender wurde ein ehemaliger Hooligan gewählt. Neonazis, Freie Kräfte, Hooligans und NPDler können sich meist ungestört im Umfeld des Vereines agieren. </p>

<p>Seit der Gründung gab und gibt es Übergriffe auf Fans und Spieler des Roten Stern Leipzig. Die meisten Auseinandersetzungen gibt es bei den Auswärtsspielen im Leipziger Umland, speziell im Raum Wurzen und der Stadt Deltzsch. Ein Spielabbruch im Jahr 2010 in Mügeln wegen Singens faschistischer Liedern haben die Sterne auch schon erlebt. Der bekannteste Angriff ereignete sich am 24. Oktober 2009 in Brandis bei Leipzig. Was zu einer ausführlichen bundesweiten Berichterstattung führte. Bei der schweren Auseinandersetzung gab es einen schwer verletzten Sternefan der bis heute an den folgen des Angriff zu leiden hat. Der Grossteil der Angreifer war organisiert und Unterstützer der Terror Crew Muldental (TCM). Kurz vor Spielbeginn wurden Fans vom Roten Stern durch Lautsprecherdurchsagen gebeten, eine Seite des Sportplatzes zu räumen, weil „die Dummen noch kommen“. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass ein Brandiser Ordner der angreifenden Personengruppe einen separaten Eingang öffnete. Diese Gruppe vermummte sich daraufhin und nahm an den Auseinandersetzungen auf Seiten der Nazis teil. Nach dem unkontrollierten Betreten des Sportplatzes bewaffneten sich die Angreifenden mit Eisenstangen, Steinen und Holzlatten, die auf dem Sportplatz deponiert waren. Dieser Umstand lässt auf einen geplanten Angriff schließen. Erste Urteile mit teilweise Haftstrafen wurden durch Gerichte verhängt.</p>

<p>Der letzte rechtsextreme Vorfall ereignete sich bei Landespokalspiel am 3. September 2011 im Alfred Kunze Sportpark in Leipzig Leutzsch. Dort wurden die Spieler und Fans durch Zuschauer der SG Leipzig Leutzsch als Juden bezeichnet, der Kühngruß gezeigt und die alten Leutzscher Lieder gesungen. Eine Kostprobe: „Wenn das der Führer wüßt, was Chemie Leipzig ist, er währe nur in Leutzsch, den Leutzsch ist deutsch.“ Der Kunze Sportpark ist die ehemalige Heimstätte der BSG Chemie Leipzig die nach der Wende in den Verein FC Sachsen Leipzig umbenannt wurde. Dieser FCS ging im Jahr 2011 endgültig insolvent. Zwei Jahre vor der Insolvenz gingen die Ultras mit Umfeld zur neugegründeten BSG Chemie Leipzig. Der Rest der Leutzscher Kameraden mit Anhang gründeten im Jahr 2011 einen neuen Verein die SG Leipzig Leutzsch. </p>

<p>Der Verein Roter Stern Leipzig hat es geschafft in der Mitte anzukommen. Dies sieht man an der Entwicklung im Kinder- und Jugendbereich sehr deutlich. So kommen nicht nur die Kinder der ehemaligen und noch aktiven Unterstützerinnen des Vereins, sondern es kommen auch viele Kinder aus ganz anderem Umfeld. Ein Grund ist sicherlich der andere Umgang mit den Kindern und Jugendlichen bei Training und Spiel, welches sich eben nicht durch Brüllen am Spielfeldrand gekennzeichnet ist. Das klare Auftreten gegen jegliche Form von Rassismus und Sexismus. Auffällig ist weiterhin, dass in diesem Fußballverein viele Frauen im Verein und in der Vereinsarbeit eingebunden sind.</p>

<p>Im Februar 2012 findet das erste Hallenfussballturnier der Roten Sterne für die Mannschaften Bambini bis zur C Jugend statt.</p>

<p>LOVE Football – HATE FASCISM</p>]]>
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    <published>2012-01-02T14:50:53Z</published>
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